| « Die Früchte des Studentenzorns | DAS Getränk für den Vierbeiner! » |
Westerwave - no one can reach me the water
Link: http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,659333,00.html
Die Pressekonferenz, über die ich bereits berichtet habe, ist inzwischen über einen Monat her, und Westerwelle ist inzwischen auch tatsächlich Außenminister. Seine damalige Anglophobie hat ihm die Online-Gemeinschaft allerdings nicht vergeben: Neben diversen Witzen, satirischen Artikeln und Blog-Eingträgen (
) ist nun auch eine äußerst humorvolle Facebook-Seite entstanden. Die Seite wird regelmäßig mit Updates zu aktuellen politischen Themen und Berichten gepflegt, und zwar auf Englisch - allerdings in einem Englisch, für welches sogar ein Schüler der 5. Klasse die volle sechs bekommen würde. Die Kommentare werden nämlich einfach aus dem Deutschen ins Englische übersetzt, ohne dabei auf Syntax, Komposita, korrekte Übersetzung von idiomatischen Ausdrücken und verschiedene Wortbedeutungen zu achten. Zum Pressebericht "Merkel redet vor dem US-Kongress: „Wer Israel bedroht, bedroht auch uns“" äußert sich "Westerwelle" auf der Fanpage z.B. folgendermaßen: "I really believe me snogs an elk: Miss Remindel steals me totally the show with a talk in GERMAN speech before the US-congress! Goes it yet?" Das ist einfach nur geil... "Remindel" = "Merkel"... merken = to remind - got it? ![]()
Nun, viele sagen nach wie vor, dass es gerechtfertigt war, auf englische Kommentare in der Pressekonferenz zu verzichten und auf den Dolmetscher zurückzugreifen. Schließlich könnten sich z.B. Franzosen, Russen, Italiener oder sonstwer beleidigt fühlen, weil ein Brite seine Fragen in der eigenen Sprache beantwortet kriegt und sie höchstwahrscheinlich nicht. Außerdem war das schließlich und unendlich eine deutsche Pressekonferenz im deutschen Fernsehen. Ohne mich der Meinung komplett anschließen zu wollen behaupte ich allerdings, dass es durchaus möglich gewesen wäre, die Aussage auch etwas netter und sympathischer rüberzubringen - vor allem eben genau bei einer von den wichtigen Pressekonferenzen, wo alle Augen ganz ganz besonders auf den Außenminister in der neuen Regierung gerichtet sind. Und mal ehrlich, es war doch auch komplett vorhersehbar, dass jemand, der sich so etwas erlaubt, Opfer der politischen Satire wird - und welcher Politiker will das schon?






