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Ich will Vögel(n)! Tweet!
Link: http://twitter.com/Daedalus1986
Lange habe ich mich dagegen gewehrt, aber heute habe ich dem Druck des Web 2.0 nachgegeben: Ich gehöre jetzt auch zu den Anbetern des blauen Twitter-Vogels. Erstaunlicherweise scheint sogar die Facebook-API soweit zu funktionieren, dass meine Tweets automatisch als Statusmeldung bei Facebook landen. Achja, was sind denn eigentlich Tweets? Sehen wir uns das Konzept doch etwas genauer an - für all diejenigen, an denen der Twitter-Boom aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen vorbeigegangen ist:
Twitter ist ein sog. Microblogging-System. Jeder Benutzer hat seine eigene Seite, auf welche er nach erfolgreichem Login kurze Meldungen posten kann. Diese Meldungen werden "tweets" genannt und sind auf 140 Zeichen begrenzt, da diese Meldungen auch per SMS gepostet werden können und eine einfache SMS bekanntlich eine Maximallänge von 140 Zeichen hat. Im Tweet können natürlich auch Hyperlinks enthalten sein. Die Tweets werden - wie bei einem gewöhnlichen Blog - als Liste angezeigt, mit dem neuesten Eintrag ganz oben. Es besteht für die Benutzer die Möglichkeit, andere Benutzer anhand des angegebenen Namens, des Benutzernamens oder der Email-Adresse zu suchen. Möchte man über die Nachrichten dieses Benutzers auf dem Laufenden bleiben, so kann man ihm "followen" (folgen). Das führt dazu, dass die Tweets dieses Benutzers in die eigenen Tweets mit eingeblendet werden (ähnlich wie die Statusmeldungen von Freunden auf Facebook). Dies geschieht natürlich nur in der Ansicht des Benutzers selbst, d.h. wenn ein anderer Benutzer das Profil anschaut, so sind darin nur die Tweets des Autos zu sehen. Zusätzlich dazu kann man auf einen Tweet antworten. Antwort-Tweets werden automatisch mit dem Benutzernamen des Benutzers versehen, dem man geantwortet hat.
Besonders interessant ist die Möglichkeit, einen Tweet zu "re-tweeten", d.h. zu kopieren und als eigenen Tweet zu reposten. So simpel dieses Feature sowohl von der konzeptionellen als auch von der technischen Seite her erscheinen mag - es ist dennoch eines der mächtigsten Tools des heutigen Web 2.0. Das re-tweeten sorgt nämlich dafür, dass Tweets sich wie ein Lauffeuer verbreiten können. Theoretisch gesehen müsste ein Tweet dazu mindestens einen Benutzer mit einer großen Anzahl von Followers erreichen. Das ist oft nicht weiter schwierig, da sich hinter Twitteraccounts nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen, Vereine, Parteien, etc verbergen. Das führt dazu, dass viele Followers des Benutzers den Tweet an ihre Followers weiterverbreiten möchten - weil er humorvoll, provokant oder einfach nur interessant ist. Die Followers re-tweeten den Tweet dann wiederum weiter, und so kann er mit Glück bald einen großen Teil des Netzwerks erreichen. Besonders interessant sind Meldungen von (angeblichen) Accounts prominenter Personen wie z.B. von Politikern, Pop-Musikern und Teppichludern (ja, ich nenne diese Gruppen bewusst in einem Atemzug...). Ein interessantes Beispiel sieht man hier: Berliner Zeitung Archiv
Richtig angewendet ist Twitter also nicht nur ein überaus interessantes und bequemes Nachrichtensystem für Privatpersonen, sondern auch ein wichtiges PR- und Marketing-Tool. Ich werde mir das ganze mal aus der Nähe ansehen. Ihr seid dabei herzlich eingeladen, mir zu followen - klickt einfach auf den Twitter-Button in der Leiste rechts neben dem Text. Damit gelangt ihr auf meine Twitter-Seite und könnt mir folgen, falls ihr auch angemeldet seid.
In diesem Sinne: TWEET!






