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Der Nerd verlässt Facebook
Remember remember the 5th of November...
Die Entscheidung steht fest: Der Nerd wird Facebook verlassen, und zwar am 5. November 2011 - dem legendären Tag, an dem Guy Fawkes im Jahre 1605 versucht hatte, das House of Lords in London in die Luft zu jagen. Das Datum ist nicht zuletzt durch den Film "V for Vendetta" in der Öffentlichkeit bekannt geworden - die Handlung spielt in einem dystopischen, totalitär regierten England und dreht sich um einen erneuten Anschlag auf das House of Lords durch den mysteriösen V - einem Mann, der im Film immer mit einem schwarzen Umhang und einer Guy-Fawkes-Maske auftritt, sich dabei auch offen an die Bevölkerung wendet und auf die durch die totalitäre, rechts-konservative Regierung bedingten Missstände aufmerksam macht. Der Film spiegelt die Thematik des Widerstands sowohl einer Einzelperson als auch der Menschenmassen gegen Unterdrückung und Tyrannei wider und hat aufgrund seiner kraftvollen Symbolik bei vielen progressiv denkenden, alternativen und revolutionsbereiten Personen und Gruppierungen Anklang gefunden. Die Guy-Fawkes-Maske wird inzwischen als Markenzeichen von der Anonymous-Bewegung verwendet, die weltweit gegen Machtmissbrauch, staatliche Überwachung und Korruption kämpft und bereits größere Erfolge wie die Bestrafung mehrerer Banken und PayPal zu verbuchen hat, nachdem diese die Konten vom Wikileaks-Gründer Julian Assange eingefroren hatten.
Doch wie kommt man von Guy Fawkes nun zu Facebook? Folgendermaßen: Dank des kritischen Bewusstseins vieler Datenschützer, Hackergruppierungen und Bewegungen wie Anonymous ist Facebooks Umgang mit persönlichen Daten ins Rampenlicht gerückt - selbst die eher naiven deutschen Möchtegern-Datenschützer haben bereits davon Kenntnis genommen. In den meisten sicherheitsbewussten Kreisen wird dringend von der Facebook-Nutzung abgeraten - und wer die letzten drei Monate nicht gerade unter einem Stein verbracht hat, wird mitbekommen haben, dass am 5. November 2011 ein größerer Hackerangriff auf Facebook stattfinden wird. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels kann ich leider wenig über den Hackerangriff sagen, da natürlich auch die Quellen der Ankündigung des Hackerangriffs kritisch betrachtet werden müssen.
So belustigend ein größerer Ausfall von Facebook auch wäre - ich persönlich kann nicht einschätzen, was das Ergebnis des Angriffs sein wird. Es ist natürlich möglich, dass gar nichts geschieht und die Drohungen nur heisse Luft von Einzelpersonen sind, die um Aufmerksamkeit ringen. Selbst im Falle eines Angriffs ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass sogar Facebook selbst den Angriff als solchen gar nicht wahrnehmen wird - schließlich handelt es sich hier nicht um irgendeinen ohnehin schon überlasteten virtuellen Webserver, sondern um eine Serverfarm mit Tausenden von leistungsfähigen Maschinen und Loadbalancern, die eine DoS-Attacke von ein paar Dutzend IP-Adressen problemlos verkraften können. Natürlich kann es sein, dass andere, bisher nicht bekannte Schwachstellen ausgenutzt werden - vielleicht wird Facebook ja dennoch ins Stocken kommen? Aber selbst das würde von vielen Nutzern wohl unerkannt bleiben - schließlich könnte auch ein kurzfristiges Netzwerkproblem einen ähnlichen Effekt bewirken, und das soll ja hin und wieder mal vorkommen. Genausowenig lässt sich die breite Masse von einer Dateiauflistung des www-Roots von Facebook oder ähnlichen "Hacks" beeindrucken.
Lassen wir den ominösen Hackerangriff jedoch kurz beiseite. Während ein solcher Angriff sicherlich eine nicht zu unterschätzende Symbolik trägt, geht es mir persönlich eher um die Frage der Sinnhaftigkeit der Facebook-Nutzung im Generellen. Ich habe seit ca 2007 einen Facebook-Account und verwende diesen sehr regelmäßig - sehr sehr regelmäßig. Ich poste täglich Neuigkeiten über mich, mein Privatleben und meine Einstellung zu verschiedenen Ereignissen und Nachrichten auf der Welt. Seit Beginn der Smartphone-Ära verwende ich Facebook auch unterwegs und habe mich auch nie groß darum gekümmert, meinen Standort zu verschleiern. Würde man meinen Facebook-Account vollständig analysieren, so könnte man daraus eine ausführliche Biographie über mein Leben, meine Aktivitäten und meine Gedanken in den letzten 3-4 Jahren verfassen. Ein großer Teil meiner privaten Kommunikation läuft auch über das Nachrichten- und Chatsystem von Facebook ab - ohne SSL oder ähnliche Verschlüsselungsmechanismen.
Das soll heute, am 5. November 2011, ein Ende nehmen. Ich habe meinen Facebook-Account gelöscht - auch wenn "löschen" sicherlich das falsche Wort ist, da Facebook den Account bei der vermeintlichen Löschung nicht komplett entfernt, sondern nur deaktiviert. Posts, Bilder, Chatlogs etc liegen natürlich nach wie vor für alle Ewigkeit auf den Facebook-Servern vor, sind jedoch nicht von anderen Nutzern mehr einsehbar. Das Löschen des Accounts hält mich somit nur davon ab, weitere Posts, Bilder, Likes etc zu veröffentlichen und noch mehr Daten von mir preiszugeben. Doch warum sollte man den nun seinen Account löschen? Facebook ist doch schließlich ein praktisches und universelles Werkzeug, mit dem man immer und jederzeit mit so vielen Menschen kommunizieren kann, und das sogar kostenlos! Warum sollte man sich diese Möglichkeit denn nehmen? Ich nenne nun sieben Gründe, warum ich mich von meinem Account trenne und warum ich es auch kein bisschen bereue. An dieser Stelle möchte betonen, dass es sich hierbei um keine fundierte Analyse aus sozialwissenschaftlicher, wirtschaftlicher oder technischer Sicht handelt, sondern um meine persönlichen Gedanken und Stichpunkte, die mir persönlich zu denken gegeben haben (wobei diese selbstverständlich auch allgemeingültige Aspekte beinhalten).
- Facebook hat sicherlich eine Menge hochkomplexer Privateinstellungen. Wenn man diese richtig nutzt, kann man durchaus verhindern, dass die Schwiegermutter, der Mathelehrer oder der potentielle Arbeitgeber die bösen Partybilder sehen, auf denen man sich (als Mann) in Damenunterwäsche gekleidet betrunken in einem Misthaufen wälzt. Darum geht es mir jedoch nicht - denn wenn ich mich in Frauenunterwäsche in einem Misthaufen wälzen sollte, dann stünde ich offen dazu und wäre stolz darauf. Es geht mir um die Augen der Regierungsbehörden, gegenüber welchen Facebook eine 100%ige Auskunfts- und Kooperationspflicht hat. Im Falle einer strafrechtlichen Ermittlung muss Facebook den Ermittlungsbehörden sämtliche Daten zum angefragten Individuum preisgeben. Das Problem dabei ist, dass die Launen und Machtgelüste der Politiker darüber entscheiden, was gerade als kriminell gilt und was nicht, genauso wie Redekunst der Anwälte des Anklägers im Falle einer Anzeige. Was dabei für paranoide Begründungen für Ermittlungen und Verhaftungen entstehen können, sieht man z.B. am Beispiel des amerikanischen Patriot Acts und dem Vorgehen des Departments of Homeland Security. Es wurde beispielsweise ein Junge verhaftet, weil er nach dem Tod Bin Ladens getwittert hatte, dass Obama nun wegen einer möglichen Racheaktion der Islamisten aufpassen sollte - nur um einen prominenten Fall von vielen zu nennen. Von Meinungsfreiheit kann in solchen Netzwerken also nicht die Rede sein - man muss sich genau überlegen, was man postet, wenn man nicht in Guantanamo enden will.
Während für einen konkreten Verdachtsfall tatsächlich illegale Tätigkeiten vorliegen müssen (oder ein Verdacht auf solche), so wird in den letzten Jahren am sog. Social Media Monitoring und Social Data Mining geforscht. Mit diesen Technologien können z.B. Interessen und Neigungen von Personen aus ihren schriftlichen Äußerungen (eben z.B. in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs etc) ermittelt werden. Wenn man die Algorithmen entsprechend anpasst, so lassen sich auch große Mengen von solchen textuellen Daten automatisch scannen und filtern, sodass beispielsweise Personen ermittelt werden können, die terroristische Drohungen, Propaganda, Volksverhetzung, Ankündigungen von Straftaten und ähnliche verfassungswidrige Äußerungen von sich geben. Diese Äußerungen können dann weiter durch Menschen detaillierter untersucht werden und deren Urheber angezeigt oder zumindest auf Verdachtslisten gestellt werden. Für harmlose, scherzhaft gemeinte Aussagen wie "Ich habe zwei Maschinenpistolen hier und werde morgen damit in der Schule amoklaufen, ihr werdet alle sterben!" oder "Ich habe eine Splitterbombe am Bahnhof versteckt" können einem damit einen Hausbesuch vom SEK einhandeln - gerade dann, wenn es aufgrund eines tatsächlich stattgefundenen, in den Medien diskutierten Gewaltaktes Grund zur besonderen Wachsamkeit gibt. Und ich persönlich kenne meine merkwürdige Natur - man nehme meine schlechte Laune, genug Alkohol, irgendwelche Tabletten und Schlafmangel - und schon ist so eine Aussage flott gepostet. Mit Facebook habe ich wenigstens einen Kanal weniger, über den ich so eine Scheiße bauen kann.
3. Flamewars sind harmlos - denkt man! Während in 99% der Fälle eine Beleidigung seines Gegenübers als "kleiner Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht" keine weiteren Folgen haben wird, kann unter bestimmten Umständen der Tatbestand der sog. üblen Nachrede, Beleidigung, Verleumdung oder Rufschädigung erfüllt sein. Und auch das bedeutet meist eine gewisse Portion Ärger. Da ich persönlich keinerlei Vertrauen in Gesetze habe und der Meinung bin, dass ein guter Anwalt ein Gesetz immer zugunsten seines Mandanten drehen kann, bin ich der Meinung, dass man am Besten so wenig wie möglich im Internet von sich geben sollte - außer, man genießt den Vorteil der Anonymität. Natürlich können auch ProXPN und Tor mit den entsprechenden Mitteln geknackt werden, aber wegen einer bloßen Beschimpfung wird es wohl kaum dazu kommen, dass eine Armee an IT-Experten und sonstigen Ermittlern angesetzt wird, um die Identität des Täters herauszufinden. Wenn man solche Aussagen jedoch unter seinem eigenen Namen in einem sozialen Netzwerk tätigt, gerät man schnell ins Visier der Ermittler. Im Klartext: Wenn ich jemanden als "kleinen Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht" bezeichnen möchte, so will ich das unter dem Deckmantel der Anonymität tun können, um nicht befürchten zu müssen, doch noch eine Anzeige zu kassieren.
- Facebook ist kostenlos - zumindest denken wir so. Aber denken wir doch mal an die Serverfarmen, die Kosten für Bandbreite, Personal, Wartung... und schließlich muss ja auch Herr Zuckerberg von etwas leben. Irgendwoher muss das Geld ja kommen - im Fall von Facebook durch Werbung. Es ist mehr als naheliegend, dass Facebook-Profile zu Werbezwecken verwendet werden, wenn auch mehr oder minder anonymisiert. Für die Marketing-Abteilungen vieler Firmen im B2C-Bereich sind Daten, die Zusammenhänge zwischen beispielsweise Wohnorten und Produkten/Seiten, bei denen man auf "Gefällt mir" geklickt hat, Gold wert - und genau dieses Gold zahlen sie an Facebook. Ich mache sicherlich bei der einen oder anderen Umfrage mit, und gebe auch mal hier und da meine Daten an - aber nur wenn ich mehr oder weniger im Griff habe, was damit geschieht und auch die rechtliche Grundlage, dieser Datennutzung zu widersprechen, falls ich irgendeine Form von Missbrauch wittern sollte. Bei Facebook kann ich jedoch kaum kontrollieren, welche meiner Daten bei welchen Firmen landen. Fakt ist nur, dass ich in letzter Zeit nur Werbebanner für IT-Themen und Dating-Seiten erhalte - offenbar kennt Facebook mich besser als ich selbst. Und das... finde ich beunruhigend.
- Aus Sicht des freien Marktes ist Facebook eigentlich gefährlich nahe an einem Monopol. Aufgrund der Natur von Facebook kann man aber schwer sagen, um was für ein Monopol es sich denn nun handelt - Facebook ist ja kein Software-Hersteller wie z.B. Microsoft, dessen Marktsegmente recht klar umrissen sind. Genau betrachtet ist Facebook ein Monopol für zwischenmenschliche Kommunikation im Allgemeinen. Das Problem dabei ist, dass Facebook gerade von dieser Universalität und Beliebtheit lebt. Viele Menschen - jung und alt - aus allen erdenklichen Ländern benutzen das Portal als "das" Kommunikationswerkzeug - auch wenn eigentlich andere soziale Netzwerke wie MySpace, MeinVZ oder Google+ existieren. Der wesentliche Unterschied von sozialen Netzwerken zu konventionellen Kommunikationsmitteln wie Mobilfunknetzen ist jedoch die Tatsache, dass Nutzer unterschiedlicher Mobilfunknetze uneingeschränkt durch Anrufe, SMS und MMS miteinander kommunizieren können, während bei sozialen Netzwerken nur die im jeweiligen Netzwerk angemeldeten Mitglieder Kontakt zueinander haben können. Somit sind die Nutzer schon fast gezwungen, sich auf ein einziges System zu einigen, da kaum jemand die Zeit und die Nerven hat, gleichzeitig ein Dutzend verschiedener Profile zu pflegen und Nachrichten verschiedener Portale abzurufen. Dennoch finde ich es falsch, etwas so wichtiges wie die gesamte zwischenmenschliche Kommunikation in die Hände eines einzigen Unternehmens zu legen und sich mehr oder weniger davon abhängig zu machen. Man muss nämlich nicht zuletzt auch bedenken, dass Facebook versucht, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein: Die bereits teilweise seit 20-30 Jahren bekannten Funktionalitäten von Email, Chat, Bilderalbum, Blog und persönlicher Homepage werden zu einem einzigen System vereint und gemeinsam von einem Unternehmen bereitgestellt. So eine Zentralisierung kann und will ich nicht unterstützen - solche Formen der Gleichschaltung haben historisch gesehen ja auch zu nichts Gutem geführt.
- Diverse Änderungen am Facebook-Portal in den letzten Monaten haben die Bedienung unnötig erschwert und meiner Ansicht nach einige technische Defekte nach sich gezogen. Anfang 2011 war Facebook noch bequem und einfach zu bedienen - danach folgte eine Revolutionierung der (sowieso nutzlosen) Privatsphäreneinstellungen, eine Layoutänderung am Chat und schließlich eine Funktionsänderung der Pinnwand. Letztere Änderung hatte kurz gesagt zur Folge, dass ich nicht mehr über Antworten auf meine Posts benachrichtigt werde und einen Großteil der Pinnwandeinträge von Freunden nicht mehr angezeigt bekomme, sondern dieses einzeln durchklicken muss, um zu sehen, was sie neues geschrieben haben. Damit ging für mich das Konzept der übersichtlichen Pinnwand mit einer Auflistung aller Neuigkeiten komplett den Bach runter. Ich bin mir sicherlich der Tatsache bewusst, dass ich bestimmte Seiten und Freunde irgendwo "subscriben" kann, um ihre Neuigkeiten sehen zu können, und ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich irgendwo auch bestimmte Freundeskreise konfigurieren kann. Fakt ist aber: Ich will ein einfaches, übersichtliches System haben, für das ich auch keine mehrtägige Schulung nach jedem Update brauche. Ich muss mich in meinem IT-Beruf bereits zur Genüge mit Funktionsänderungen durch Updates beschäftigen, Server konfigurieren und ähnliche Arbeiten verrichten. Nach Feierabend will ich nun mal ein System haben, mit dem ich schnell und einfach an Informationen komme, ohne dafür einen Konfigurationsaufwand wie bei der Installation eines JBoss-Clusters betreiben zu müssen. Hinzu kommt die übertriebene Verwendung von Ajax im neuen Layout. Können Menschen Webseiten nicht einfach so bauen, wie es ursprünglich gedacht war - HTML-Seiten mit Divs, Texten und Tabellen? Und vor allem bitte mit Buttons und Hyperlinks, die keine Javascript-Funktionen auslösen oder Lightboxes öffnen oder dynamisch Inhalte nachladen (am Besten mit irgendeinem Kreis als nervigen Loading-Animation), sondern normale GET- und POST-Requests mit einer Wechsel zu einer neuen Seite, so wie es schon immer war und wie es sich bewährt hat? Ich hätte am liebsten das alte Facebook zurück, an das ich mich gewöhnt habe... Aber diese Version werden wir wohl leider nie wieder sehen.
- Ich habe gemerkt, dass ich zu viel Zeit mit Facebook und dessen Zynga-Zubehör wie FarmVille und CityVille vergeude. Im Schnitt sind das vielleicht 2-3 Stunden pro Tag. Wenn man die Zeit dazurechnet, die ich mit dem Facebook-App auf meinem Smartphone verbringe, sind es locker 5 Stunden. Nachdem ich zur arbeitenden und studierenden Bevölkerung gehöre, geht also ein beträchtlicher Teil meiner Freizeit für Facebook drauf. Und dabei könnte man mit dieser Freizeit doch so viel mehr anfangen, als Bilder von Lolcats zu posten oder halbseriöse Stammtischdiskussionen über politische Ereignisse zu führen. Man könnte einen guten Film anschauen, ein Buch lesen oder ein nützliches PHP-Script schreiben. Oder man könnte einfach mit Freunden oder Verwandten einen Kaffee trinken, ohne dabei ständig ins Smartphone zu starren und sich stattdessen mit den real anwesenden Personen unterhalten, anstatt sie via Facebook vom Smartphone aus "anzustupsen". Und wenn sich doch mal auf elektronische Weise mit jemandem kommunizieren möchte, so hat man nach wie vor die Möglichkeit, eine Email oder SMS zu schreiben, per Skype zu reden oder die Person einfach mal anzurufen. Vor der Facebook-Ära hat das ja auch wunderbar funktioniert - man hat es auch ohne Facebook geschafft, sich zu einem Bier zu verabreden oder einfach miteinander zu plaudern.
Ich hoffe, liebe Leser, dass ihr meine (zugegebenermaßen nicht einfache) Entscheidung verstehen könnt. Ebenso hoffe ich, dass meine Argumente euch zum Nachdenken bewegt haben. Vergesst nicht: Es geht nicht um den 5. November - es ist nur ein symbolischer Tag, der von einigen Anhängern "offizieller" Facebook-Boykottgruppen auserwählt wurde. Es geht darum, dem Unternehmen Facebook und allen Beteiligen zu zeigen, dass man nicht von ihrer Technologie abhängig ist und nicht bereit ist, noch weiter an ihrer Datenmelkmaschine zu hängen. Ihr könnt euren Account an jedem beliebigen Tag löschen - ihr tut damit euch und dem Rest der Welt einen großen Gefallen. Bitte lasst es euch durch den Kopf gehen.
So long,
- Oleg





