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		<description>Pers&#246;nlicher Blog Oleg Britvin &#252;ber Technik, Politik und Intenret, digitale Sicherheit, Datenschutz, Web 2.0, Web 3.0, Social Networking und aktuelles Geschehen in und rund um N&#252;rnberg aus der Sicht eines Nerds</description>
		<language>de-DE</language>
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			<title>Shuttle2NAS - der Fail</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/27/shuttle2nas-der-fail</link>
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 20:32:28 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="alt">Technisches</category>
<category domain="alt">Nerdy Stuff</category>
<category domain="main">Hardware</category>			<guid isPermaLink="false">80@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Nach einigen Schwierigkeiten mit L&amp;#246;tkolben und L&amp;#246;tzinn habe ich es geschafft, die neuen Kondensatoren aufs Mainboard zu l&amp;#246;ten. Ich verrate mal so viel: Ich habe nichts in Brand gesteckt und auch keinen Totalschaden am Mainboard verursacht. Das Ergebnis ist jedoch leider alles anders als zufriedenstellend - seht selbst:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/IEqP1f-WHiU&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie ich nun weiter verfahre, kann ich nicht genau sagen. Nat&amp;#252;rlich k&amp;#246;nnte ich auf Verdacht den Prozessor austauschen oder &amp;#228;hnliches, aber sowas geht ja irgendwann auch etwas ins Geld. Da &amp;#252;berlege ich es mir ja schon fast, ein komplett neues Board mit Prozzi zu kaufen. Das setzt nat&amp;#252;rlich voraus, dass es sich bei dem Board um eine standartisierte Version handelt - die Gr&amp;#246;&amp;#223;e muss passen, sowie die Position der L&amp;#246;cher f&amp;#252;r die Schrauben und die Anordnung der Anschl&amp;#252;sse an der R&amp;#252;ckblende (bei den Geh&amp;#228;usen kann man die Anschlussblende afaik nicht aus austauschen, wie man es von normalen ATX-Geh&amp;#228;usen her kennt). Ich werde selbstverst&amp;#228;ndlich &amp;#252;ber weitere Ideen und Konzepte berichten. F&amp;#252;r den Moment bin ich aber etwas ratlos.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Naja, jedenfalls habe ich beweisen k&amp;#246;nnen, dass ich Bauelemente entl&amp;#246;ten und ersetzen kann, ohne dabei die Platine zu schrotten :-) . Jetzt kann ich mich ja vielleicht sogar an diese einfachen Baus&amp;#228;tze mit blinkenden LEDs etc wagen, die man z.B. beim Conrad kaufen kann...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So long,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/27/shuttle2nas-der-fail&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einigen Schwierigkeiten mit L&#246;tkolben und L&#246;tzinn habe ich es geschafft, die neuen Kondensatoren aufs Mainboard zu l&#246;ten. Ich verrate mal so viel: Ich habe nichts in Brand gesteckt und auch keinen Totalschaden am Mainboard verursacht. Das Ergebnis ist jedoch leider alles anders als zufriedenstellend - seht selbst:</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/IEqP1f-WHiU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Wie ich nun weiter verfahre, kann ich nicht genau sagen. Nat&#252;rlich k&#246;nnte ich auf Verdacht den Prozessor austauschen oder &#228;hnliches, aber sowas geht ja irgendwann auch etwas ins Geld. Da &#252;berlege ich es mir ja schon fast, ein komplett neues Board mit Prozzi zu kaufen. Das setzt nat&#252;rlich voraus, dass es sich bei dem Board um eine standartisierte Version handelt - die Gr&#246;&#223;e muss passen, sowie die Position der L&#246;cher f&#252;r die Schrauben und die Anordnung der Anschl&#252;sse an der R&#252;ckblende (bei den Geh&#228;usen kann man die Anschlussblende afaik nicht aus austauschen, wie man es von normalen ATX-Geh&#228;usen her kennt). Ich werde selbstverst&#228;ndlich &#252;ber weitere Ideen und Konzepte berichten. F&#252;r den Moment bin ich aber etwas ratlos.</p>

<p>Naja, jedenfalls habe ich beweisen k&#246;nnen, dass ich Bauelemente entl&#246;ten und ersetzen kann, ohne dabei die Platine zu schrotten :-) . Jetzt kann ich mich ja vielleicht sogar an diese einfachen Baus&#228;tze mit blinkenden LEDs etc wagen, die man z.B. beim Conrad kaufen kann...</p>

<p>So long,</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/27/shuttle2nas-der-fail">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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				<item>
			<title>Shuttel2NAS - der Ausbau der Kondensatoren</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/22/shuttel2nas-der-ausbau-der-kondensatoren</link>
			<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 00:07:40 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="alt">Technisches</category>
<category domain="alt">Nerdy Stuff</category>
<category domain="main">Hardware</category>			<guid isPermaLink="false">79@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Einen sch&amp;#246;nen guten Abend, meine Fans und Freunde!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Projekt Shuttle2NAS (ja, es hat jetzt einen Namen) geht weiter. Heute bin ich endlich dazu gekommen, mir bei &lt;a href=&quot;http://www.conrad.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Conrad Electronics&lt;/a&gt; ein L&amp;#246;tkolben-Set zu organisieren und mit tatkr&amp;#228;ftiger Unterst&amp;#252;tzung meines Vaters (quasi des Nerd Senior) die Elektrolytkondensatoren aus dem Mainboard auszubauen. Das Board ist dabei (zumindest optisch) intakt geblieben und wir haben uns auch keine Verbrennungen mit dem L&amp;#246;tkolben zugef&amp;#252;gt. Daf&amp;#252;r haben wir versehentlich eine Plastikt&amp;#252;te in Brand gesteckt, aber naja, auch einem Profi passiert sowas mal. Die Ersatzkondensatoren waren im Laden leider nicht vorr&amp;#228;tig und somit musste ich sie online bestellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hier das Video zum heutigen Tag:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/1X5EHo8MRGE&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#220;ber den Einbau der Kondensatoren werde ich ein gesondertes Video posten, aber die Mistviecher m&amp;#252;ssen ja erstmal geliefert werden. Ich bin mal sehr gespannt, ob auch der Einbau unfallfrei &amp;#252;ber die B&amp;#252;hne geht und nat&amp;#252;rlich ob der Austausch der Kondensatoren auch tats&amp;#228;chlich das Freeze-Problem beheben wird. Ich denke, dass wir alle durchaus gespannt sein k&amp;#246;nnen... Programmierer mit root-Rechten (oder f&amp;#252;r unsere Windows-Fanboys: Programmierer mit Administratorkonten) sind ja schon eine spannende Angelegenkeit, aber Programmierer mit L&amp;#246;tkolben sind ja schon fast eine Gefahr f&amp;#252;r sich und ihre Umgebung, und zwar nicht nur f&amp;#252;r die PC-Hardware ^^.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielen Dank f&amp;#252;rs Zuschauen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/22/shuttel2nas-der-ausbau-der-kondensatoren&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen sch&#246;nen guten Abend, meine Fans und Freunde!</p>

<p>Das Projekt Shuttle2NAS (ja, es hat jetzt einen Namen) geht weiter. Heute bin ich endlich dazu gekommen, mir bei <a href="http://www.conrad.de" target="_blank">Conrad Electronics</a> ein L&#246;tkolben-Set zu organisieren und mit tatkr&#228;ftiger Unterst&#252;tzung meines Vaters (quasi des Nerd Senior) die Elektrolytkondensatoren aus dem Mainboard auszubauen. Das Board ist dabei (zumindest optisch) intakt geblieben und wir haben uns auch keine Verbrennungen mit dem L&#246;tkolben zugef&#252;gt. Daf&#252;r haben wir versehentlich eine Plastikt&#252;te in Brand gesteckt, aber naja, auch einem Profi passiert sowas mal. Die Ersatzkondensatoren waren im Laden leider nicht vorr&#228;tig und somit musste ich sie online bestellen.</p>

<p><strong>Hier das Video zum heutigen Tag:</strong></p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/1X5EHo8MRGE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>&#220;ber den Einbau der Kondensatoren werde ich ein gesondertes Video posten, aber die Mistviecher m&#252;ssen ja erstmal geliefert werden. Ich bin mal sehr gespannt, ob auch der Einbau unfallfrei &#252;ber die B&#252;hne geht und nat&#252;rlich ob der Austausch der Kondensatoren auch tats&#228;chlich das Freeze-Problem beheben wird. Ich denke, dass wir alle durchaus gespannt sein k&#246;nnen... Programmierer mit root-Rechten (oder f&#252;r unsere Windows-Fanboys: Programmierer mit Administratorkonten) sind ja schon eine spannende Angelegenkeit, aber Programmierer mit L&#246;tkolben sind ja schon fast eine Gefahr f&#252;r sich und ihre Umgebung, und zwar nicht nur f&#252;r die PC-Hardware ^^.</p>

<p>Vielen Dank f&#252;rs Zuschauen!</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/22/shuttel2nas-der-ausbau-der-kondensatoren">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/22/shuttel2nas-der-ausbau-der-kondensatoren#comments</comments>
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		</item>
				<item>
			<title>Elektrolytkondesatoren - ein klassisches PITA des Hardwarebastlers</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/08/elektrolytkondesatoren-ein-klassisches-pita-des-hardwarebastlers</link>
			<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 23:20:40 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="alt">Allgemein</category>
<category domain="alt">Technisches</category>
<category domain="main">Hardware</category>			<guid isPermaLink="false">78@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Soo meine lieben Fans,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;ich melde mich heute endlich zur&amp;#252;ck mit Neuigkeiten &amp;#252;ber mein Shuttle-NAS-Projekt!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leider sind die Erfolge soweit eher m&amp;#228;&amp;#223;ig: Der Rechner startet zwar und kommt ins BIOS, allerdings kommt es direkt nach dem POST (also beim Versuch, von einem Medium zu booten) immer zu einem Freeze. Es liegt auch definitiv nicht an den Laufwerken, da ich schon von allen erdenklichen Medien zu booten versucht habe (Festplatte, CD-ROM, Diskette), nat&amp;#252;rlich auch in allen denkbaren IDE-Anschlusskombinationen. Der Freeze findet vor der Kommunikation mit den Laufwerken statt, denn beim Bootversuch (selbst beim erfolglosen) von z.B. dem Diskettenlaufwerk m&amp;#252;sste dieses zumindest kurz aufleuchten oder summen. Au&amp;#223;erdem sollte die Meldung &quot;Boot disk failure&quot; erscheinen, was leider auch nicht eintritt. Die &amp;#252;blichen Ma&amp;#223;nahmen wie das Deaktivieren verschiedener Onboard-Komponenten, verschiedene RAM-Riegel, das Zur&amp;#252;cksetzen des CMOS etc haben leider nichts gebracht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Detaillieren Internetrecherchen zufolge scheint das Mainboard der SV/FV-25er-Reihe ein Problem mit einigen Elektrolytkondensatoren zu haben, was dann auch zu so einem Freeze nach dem POST f&amp;#252;hren kann. In diversen Foren haben User unabh&amp;#228;ngig voneinander berichtet, dass sie mit dem Shuttle oft exakt das hier beschriebene Freeze-Problem hatten und sich das ganze aber mit dem Austausch der Kondensatoren l&amp;#246;sen lie&amp;#223;. Die Kondensatoren sind in den wenigsten F&amp;#228;llen von Anfang an defekt, sondern unterliegen eher einem abnormal schnellen Alterungsprozess - offenbar tritt dieser auch dann ein, wenn das Shuttle nur gelagart und nicht aktiv verwendet wird. Vieles spricht daf&amp;#252;r, dass die Kondensatoren undicht sind und durch Austrocknung ihre Kapazit&amp;#228;t, Leitf&amp;#228;higkeit oder sonstigen Eigenschaften verlieren. Nachdem wie gesagt keine einzige konventionelle Ma&amp;#223;nahme zur Probleml&amp;#246;sung beigetraten hat, werde ich wohl demn&amp;#228;chst neue Kondensatoren und einen L&amp;#246;tkolben organisieren und dann geht es los mit der Hardwarebastelei &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#68;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hier sind zwei Videos mit meinen Live-Berichten zu dem Thema. Achja - sorry schon mal f&amp;#252;r die vielen &amp;#196;hs, Versprecher, Abschweifungen vom Thema etc - ich mache meine Eintr&amp;#228;ge eben freestyle, ohne Vorbereitung oder Script zum Ablesen &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_cool.gif&quot; alt=&quot;&amp;#66;&amp;#41;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 1:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/9yf2OHlIkvI&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Teil 2:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/v1sMcAwdlW0&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So viel dazu - ihr werdet wieder von mir h&amp;#246;ren, wenn ich die Ersatzteile und den L&amp;#246;tkolben organisiert habe &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_twisted.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#62;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt; .&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/08/elektrolytkondesatoren-ein-klassisches-pita-des-hardwarebastlers&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soo meine lieben Fans,</p>

<p>ich melde mich heute endlich zur&#252;ck mit Neuigkeiten &#252;ber mein Shuttle-NAS-Projekt!</p>

<p>Leider sind die Erfolge soweit eher m&#228;&#223;ig: Der Rechner startet zwar und kommt ins BIOS, allerdings kommt es direkt nach dem POST (also beim Versuch, von einem Medium zu booten) immer zu einem Freeze. Es liegt auch definitiv nicht an den Laufwerken, da ich schon von allen erdenklichen Medien zu booten versucht habe (Festplatte, CD-ROM, Diskette), nat&#252;rlich auch in allen denkbaren IDE-Anschlusskombinationen. Der Freeze findet vor der Kommunikation mit den Laufwerken statt, denn beim Bootversuch (selbst beim erfolglosen) von z.B. dem Diskettenlaufwerk m&#252;sste dieses zumindest kurz aufleuchten oder summen. Au&#223;erdem sollte die Meldung "Boot disk failure" erscheinen, was leider auch nicht eintritt. Die &#252;blichen Ma&#223;nahmen wie das Deaktivieren verschiedener Onboard-Komponenten, verschiedene RAM-Riegel, das Zur&#252;cksetzen des CMOS etc haben leider nichts gebracht.</p>

<p>Detaillieren Internetrecherchen zufolge scheint das Mainboard der SV/FV-25er-Reihe ein Problem mit einigen Elektrolytkondensatoren zu haben, was dann auch zu so einem Freeze nach dem POST f&#252;hren kann. In diversen Foren haben User unabh&#228;ngig voneinander berichtet, dass sie mit dem Shuttle oft exakt das hier beschriebene Freeze-Problem hatten und sich das ganze aber mit dem Austausch der Kondensatoren l&#246;sen lie&#223;. Die Kondensatoren sind in den wenigsten F&#228;llen von Anfang an defekt, sondern unterliegen eher einem abnormal schnellen Alterungsprozess - offenbar tritt dieser auch dann ein, wenn das Shuttle nur gelagart und nicht aktiv verwendet wird. Vieles spricht daf&#252;r, dass die Kondensatoren undicht sind und durch Austrocknung ihre Kapazit&#228;t, Leitf&#228;higkeit oder sonstigen Eigenschaften verlieren. Nachdem wie gesagt keine einzige konventionelle Ma&#223;nahme zur Probleml&#246;sung beigetraten hat, werde ich wohl demn&#228;chst neue Kondensatoren und einen L&#246;tkolben organisieren und dann geht es los mit der Hardwarebastelei <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif" alt="&#58;&#68;" class="middle" /></p>

<p>Hier sind zwei Videos mit meinen Live-Berichten zu dem Thema. Achja - sorry schon mal f&#252;r die vielen &#196;hs, Versprecher, Abschweifungen vom Thema etc - ich mache meine Eintr&#228;ge eben freestyle, ohne Vorbereitung oder Script zum Ablesen <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_cool.gif" alt="&#66;&#41;" class="middle" /></p>

<p><strong>Teil 1:</strong></p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/9yf2OHlIkvI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>


<p><strong>Teil 2:</strong></p>

<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/v1sMcAwdlW0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>So viel dazu - ihr werdet wieder von mir h&#246;ren, wenn ich die Ersatzteile und den L&#246;tkolben organisiert habe <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_twisted.gif" alt="&#58;&#62;" class="middle" /> .</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/04/08/elektrolytkondesatoren-ein-klassisches-pita-des-hardwarebastlers">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
				<item>
			<title>From Shuttle to NAS</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/03/17/from-shuttle-to-nas</link>
			<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 10:07:29 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="main">Allgemein</category>			<guid isPermaLink="false">77@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Ich habe mich l&amp;#228;nger nicht mehr gemeldet - so ein Studienabschluss tr&amp;#228;gt neben der ganzen Lernerei auch einen Rattenschwanz an B&amp;#252;rokratie mit sich, und zur vollzeitarbeitst&amp;#228;tigen Bev&amp;#246;lkerung z&amp;#228;hle ich ja jetzt erfreulicherweise auch. heute erfreue ich meine zahlreichen Fans aber endlich wieder mit einem neuen Blogeintrag!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute gibt es mal einen anderen Beitrag, ausnahmsweise mal ganz abseits von politischen Entwicklungen (auch wenn diese derzeit durchaus erw&amp;#228;hnenswert sind). Heute geht es um ein kleines Hardwareprojekt: Mein altes NAS (ICYBOX IB-NAS4220) ist f&amp;#252;r meine Zwecke leider (gr&amp;#246;&amp;#223;ere Backups etc) viel zu langsam, wie man den Performance-Analysen im dazugeh&amp;#246;rigen Wiki entnehmen kann: &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://en.nas-4220.org/index.php/Part_1:_Samba_%22Comparing_the_RAID_methods_and_filesystems%22&quot;&gt;IB-4220-Wiki&lt;/a&gt; . Bei gespiegelten Festplatten (RAID1) droppt bei gr&amp;#246;&amp;#223;eren Dateien die Schreibperformance beim Samba-Zugriff auf unter 10 MB/s, auch beim lesen sieht es mit unter 20 MB/s nicht viel besser aus. Und da beim Backup die Festplatten ja prim&amp;#228;r zum Schreiben verwendet werden, ist diese Performancebremse durchaus sp&amp;#252;rbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&amp;#252;r ein neues NAS will ich ehrlich gesagt keine 300 Euro ausgeben, weswegen ich mich verst&amp;#228;ndlicherweise nach g&amp;#252;nstigeren Alternativen umsehe. Nun hatte ich einen ziemlich Gl&amp;#252;cksfall: Ein Kollege hat mir zwei &amp;#228;ltere Shuttle-PCs (vermutlich Baujahr 2003) geschenkt. Da bei dem einen ein Problem mit dem Prozessor vorzuliegen scheint, kann ich derzeit nur einen davon betreiben. Ich erl&amp;#228;utere mal kurz die relevanten technischen Daten der vorliegenden Hardware:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Shuttle-PC Modell: SV24/SV25&lt;br /&gt;
- CPU: Intel Celeron 1,1 Ghz&lt;br /&gt;
- RAM: Bis zu 512 MB RAM (muss die vorhandenen RAM-Riegel noch ordentlich testen)&lt;br /&gt;
- Festplatten aus dem alten NAS: 2x Western Digital 500GB SATA.&lt;br /&gt;
- Externe Anschl&amp;#252;sse am Shuttle: 2x USB front, 2xUSB rear, 2x Firewire rear, VGA, Cinch Video out, PS/2 Tastatur und Maus, 100mbit-Ethernet, Audio Lineout/Mic front, Audio Lineout/Mic rear, serieller Port und paralleler Port.&lt;br /&gt;
- Interne Anschl&amp;#252;sse: Diskettenlaufwerk, 2x IDE, 1xPCI&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So ein Shuttle-PC eignet sich optimal als NAS: Er ist kompakt, hat alle n&amp;#246;tigen Anschl&amp;#252;sse und die Leistung ist f&amp;#252;r den Betrieb als NAS geradezu optimal. Als Betriebssystem werde ich voraussichtlich &lt;a href=&quot;http://www.freenas.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;FreeNAS&lt;/a&gt; verwenden, eine FreeBSD-basierte OpenSource-L&amp;#246;sung f&amp;#252;r NAS-Systeme.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dem aufmerksamen Leser wird bestimmt schon ein Problem aufgefallen sein: Ich habe hier SATA-Festplatten vorliegen, w&amp;#228;hrend das NAS nur IDE-Anschl&amp;#252;sse hat. Eine SATA-Controllerkarte kann man zwar problemlos f&amp;#252;r rund 10-20 Euro erwerben, allerdings ist f&amp;#252;r den Einbau leider ein sog. PCI-Riser notwendig, &amp;#252;ber welchen ich nicht verf&amp;#252;ge. Beim PCI-Riser handelt es sich in diesem Fall quasi um einen 90&amp;#176;-Winkel, um die PCI-Karte an ihre vorgesehen Stelle im kleinen Shuttle-Geh&amp;#228;use zu bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Veranschaulichung habe ich eine kurze Videoaufzeichnung &amp;#252;ber die ersten Schritte und Ideen gemacht:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe width=&quot;480&quot; height=&quot;360&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/rToVsVqQBCA&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch den Umbau erhoffe ich mir einen sp&amp;#252;rbaren Performancegewinn bei den Backups und eine gr&amp;#246;&amp;#223;ere Flexibilit&amp;#228;t bei der Konfiguration als bei meinem aktuellen NAS. Dem Kostenfaktor f&amp;#252;r den Umbau m&amp;#246;chte ich allerdings bei maximal 50 Euro halten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielen Dank f&amp;#252;rs Lesen und Zuschauen - Teil 2 des Projektberichtes wird in K&amp;#252;rze folgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/03/17/from-shuttle-to-nas&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich l&#228;nger nicht mehr gemeldet - so ein Studienabschluss tr&#228;gt neben der ganzen Lernerei auch einen Rattenschwanz an B&#252;rokratie mit sich, und zur vollzeitarbeitst&#228;tigen Bev&#246;lkerung z&#228;hle ich ja jetzt erfreulicherweise auch. heute erfreue ich meine zahlreichen Fans aber endlich wieder mit einem neuen Blogeintrag!</p>

<p>Heute gibt es mal einen anderen Beitrag, ausnahmsweise mal ganz abseits von politischen Entwicklungen (auch wenn diese derzeit durchaus erw&#228;hnenswert sind). Heute geht es um ein kleines Hardwareprojekt: Mein altes NAS (ICYBOX IB-NAS4220) ist f&#252;r meine Zwecke leider (gr&#246;&#223;ere Backups etc) viel zu langsam, wie man den Performance-Analysen im dazugeh&#246;rigen Wiki entnehmen kann: <a target="_blank" href="http://en.nas-4220.org/index.php/Part_1:_Samba_%22Comparing_the_RAID_methods_and_filesystems%22">IB-4220-Wiki</a> . Bei gespiegelten Festplatten (RAID1) droppt bei gr&#246;&#223;eren Dateien die Schreibperformance beim Samba-Zugriff auf unter 10 MB/s, auch beim lesen sieht es mit unter 20 MB/s nicht viel besser aus. Und da beim Backup die Festplatten ja prim&#228;r zum Schreiben verwendet werden, ist diese Performancebremse durchaus sp&#252;rbar.</p>

<p>F&#252;r ein neues NAS will ich ehrlich gesagt keine 300 Euro ausgeben, weswegen ich mich verst&#228;ndlicherweise nach g&#252;nstigeren Alternativen umsehe. Nun hatte ich einen ziemlich Gl&#252;cksfall: Ein Kollege hat mir zwei &#228;ltere Shuttle-PCs (vermutlich Baujahr 2003) geschenkt. Da bei dem einen ein Problem mit dem Prozessor vorzuliegen scheint, kann ich derzeit nur einen davon betreiben. Ich erl&#228;utere mal kurz die relevanten technischen Daten der vorliegenden Hardware:</p>

<p>- Shuttle-PC Modell: SV24/SV25<br />
- CPU: Intel Celeron 1,1 Ghz<br />
- RAM: Bis zu 512 MB RAM (muss die vorhandenen RAM-Riegel noch ordentlich testen)<br />
- Festplatten aus dem alten NAS: 2x Western Digital 500GB SATA.<br />
- Externe Anschl&#252;sse am Shuttle: 2x USB front, 2xUSB rear, 2x Firewire rear, VGA, Cinch Video out, PS/2 Tastatur und Maus, 100mbit-Ethernet, Audio Lineout/Mic front, Audio Lineout/Mic rear, serieller Port und paralleler Port.<br />
- Interne Anschl&#252;sse: Diskettenlaufwerk, 2x IDE, 1xPCI</p>

<p>So ein Shuttle-PC eignet sich optimal als NAS: Er ist kompakt, hat alle n&#246;tigen Anschl&#252;sse und die Leistung ist f&#252;r den Betrieb als NAS geradezu optimal. Als Betriebssystem werde ich voraussichtlich <a href="http://www.freenas.org/" target="_blank">FreeNAS</a> verwenden, eine FreeBSD-basierte OpenSource-L&#246;sung f&#252;r NAS-Systeme.</p>

<p>Dem aufmerksamen Leser wird bestimmt schon ein Problem aufgefallen sein: Ich habe hier SATA-Festplatten vorliegen, w&#228;hrend das NAS nur IDE-Anschl&#252;sse hat. Eine SATA-Controllerkarte kann man zwar problemlos f&#252;r rund 10-20 Euro erwerben, allerdings ist f&#252;r den Einbau leider ein sog. PCI-Riser notwendig, &#252;ber welchen ich nicht verf&#252;ge. Beim PCI-Riser handelt es sich in diesem Fall quasi um einen 90&#176;-Winkel, um die PCI-Karte an ihre vorgesehen Stelle im kleinen Shuttle-Geh&#228;use zu bringen.</p>

<p>Zur Veranschaulichung habe ich eine kurze Videoaufzeichnung &#252;ber die ersten Schritte und Ideen gemacht:</p>

<p><iframe width="480" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/rToVsVqQBCA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>

<p>Durch den Umbau erhoffe ich mir einen sp&#252;rbaren Performancegewinn bei den Backups und eine gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t bei der Konfiguration als bei meinem aktuellen NAS. Dem Kostenfaktor f&#252;r den Umbau m&#246;chte ich allerdings bei maximal 50 Euro halten.</p>

<p>Vielen Dank f&#252;rs Lesen und Zuschauen - Teil 2 des Projektberichtes wird in K&#252;rze folgen.</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/03/17/from-shuttle-to-nas">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/03/17/from-shuttle-to-nas#comments</comments>
			<wfw:commentRss>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php?tempskin=_rss2&#38;disp=comments&#38;p=77</wfw:commentRss>
		</item>
				<item>
			<title>Back from the Chaos</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/01/02/back-from-the-chaos</link>
			<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 16:20:45 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="main">Onlinelife und Reallife</category>
<category domain="alt">Digitale Sicherheit</category>
<category domain="alt">Politik und Verschw&#246;rungen</category>			<guid isPermaLink="false">76@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Welcome&quot;&gt;http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Welcome&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch dieses Mal, im Jahre 2011, war ich auf dem Chaos Communication Congress in Berlin. Auf dem inzwischen seit 28 Jahren stattfindenden (darum auch der Name 28C3) Event finden sich gesellschaftlich, politisch und technologisch interessierte Menschen zusammen und lauschen diversen interessanten Vortr&amp;#228;gen von Fachleuten verschiedener Gebiete. Die wichtigsten Themen dabei sind digitale Sicherheit, Internetpolitik, Technologienutzung und -missbrauch und der Umgang von Regierungen mit B&amp;#252;rgerrechten. Zus&amp;#228;tzlich gibt es Workshops, Infost&amp;#228;nde verschiedener Organisationen und kleine Projekte rund um Hacking und Hardware. Die Vortr&amp;#228;ge wurden auch live gestreamt und die offiziellen Aufnahmen k&amp;#246;nnen inzwischen in einer hervorragenden Bild- und Tonqualit&amp;#228;t heruntergeladen werden: &lt;a href=&quot;http://mirror.fem-net.de/CCC/28C3/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://mirror.fem-net.de/CCC/28C3/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konkret gesehen muss man sich das Berliner Congress Center vorstellen, in dem drei gro&amp;#223;e R&amp;#228;ume inklusive dem Raum mit der Kuppel f&amp;#252;r Vortr&amp;#228;ge genutzt werden, w&amp;#228;hrend im gem&amp;#252;tlichen, dunklen Keller - &amp;#228;hnlicher einer LAN-Party - Tische zur Verf&amp;#252;gung stehen, an denen Hacker ihre Kampfstationen aufbauen k&amp;#246;nnen. Es gab auch allerhand technische Kuriosit&amp;#228;ten wie W&amp;#228;hlscheibentelefone, Quadrokopter und kreative &lt;a href=&quot;http://www.arduino.cc/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Arduino-Boards&lt;/a&gt; zu bestaunen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf dem CCC war f&amp;#252;r alles gesorgt: Es gab sowohl kabellose als auch kabelgebundene Internetzug&amp;#228;nge, ein eigenes, kostenloses GSM- und DECT-Netz sowie eine hervorragende Verpflegung direkt in der Lounge - nat&amp;#252;rlich inklusive dem in der Hackerszene sehr beliebten Wachmacher Club Mate. Im Grunde musste man den Kongress nur verlassen, um zum Schlafen das Hotel aufzusuchen, was aber dank des gut ausgebauten &amp;#246;ffentlichen Verkehrsnetzes kein Problem ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was das Inhaltliche angeht, so habe ich viel Neues geh&amp;#246;rt und ein Gro&amp;#223;teil der Vortr&amp;#228;ge hat auch bereits vorhandene Tendenzen und Entwicklungen genauer unter die Lupe genommen. Auch wenn ich mich nat&amp;#252;rlich immer freue, mein Wissen im Bereich Sicherheit, &amp;#220;berwachung, Internetpolitik, etc zu vertiefen oder zumindest dank der Vortr&amp;#228;ge Einstiegspunkte in die Thematiken zu finden, so ist meine Stimmung nach dem Kongress doch etwas bedr&amp;#252;ckt. Wie bereits nach dem 27C3 im Jahr 2010 sind mir viele der aufgedeckten und vorstellten (Un)dinge durchaus unter die Haut gegangen. Man liest ja oft abstrakte Texte &amp;#252;ber alle m&amp;#246;glichen Probleme wie repressiven Regierungen, Machtmissbrauch und &amp;#220;berwachungswahn, aber wenn man tats&amp;#228;chlich jemanden live &amp;#252;ber die Themen reden h&amp;#246;rt, wird es einem erst richtig bewusst. W&amp;#228;hrend Zensur und &amp;#220;berwachung in vielen L&amp;#228;ndern des Nahen und Mittleren Ostens bereits gro&amp;#223;fl&amp;#228;chig und relativ offensichtlich angewendet werden, bedienen sich die westlichen Regierungen subtilerer Methoden. Paradebeispiele hierf&amp;#252;r sind der &lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/10/15/der-ccc-report-zum-bundestrojaner&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bundestrojaner&lt;/a&gt; oder das umstrittene und stark kritisierte B&amp;#252;ndnis &lt;a href=&quot;http://www.whiteit.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;White IT&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fazit der Sache ist: In einer gesunden Demokratie ist es von h&amp;#246;chster Wichtigkeit, dass B&amp;#252;rger die Entscheidungen ihrer Regierungen kritisch analysieren und bei Bedarf dagegen protestieren. Gl&amp;#252;cklicherweise existieren diverse Vereinigungen wie der &lt;a href=&quot;http://www.foebud.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;FoeBuD e.V.&lt;/a&gt; mit dem Arbeitskreis &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;AK Vorrat&lt;/a&gt;, der CCC und weitere deutschlandweite oder internationale Vereinigungen, die dem Gesetzgeber auf die Finger schauen und bei bestimmten Themen bereits mit Abgeordneten und anderen Verantwortlichen Kontakt aufgenommen haben. Solche Vereinigungen sind meiner Meinung nach immer unterst&amp;#252;tzenswert und man sollte als B&amp;#252;rger eines demokratischen Landes die von ihnen kritisierten politischen und technologischen Aspekte zumindest durch den Kopf gehen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nundenn, langsam kehren f&amp;#252;r mich auch wieder die Normalit&amp;#228;t und der gewohnte Tagesablauf wieder ein. Aber mit dem neu erworbenen Wissen vom Kongress sehe ich die digitale Welt mit all ihren Entwicklungen mit etwas anderen Augen und einer gro&amp;#223;en Portion Skepsis, Vorsicht und Kritik. In diesem Sinne w&amp;#252;nsche ich euch allen ein frohes neues Jahr &lt;del&gt;2012&lt;/del&gt; 1984!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So long&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/01/02/back-from-the-chaos&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Welcome">http://events.ccc.de/congress/2011/wiki/Welcome</a></p><p>Auch dieses Mal, im Jahre 2011, war ich auf dem Chaos Communication Congress in Berlin. Auf dem inzwischen seit 28 Jahren stattfindenden (darum auch der Name 28C3) Event finden sich gesellschaftlich, politisch und technologisch interessierte Menschen zusammen und lauschen diversen interessanten Vortr&#228;gen von Fachleuten verschiedener Gebiete. Die wichtigsten Themen dabei sind digitale Sicherheit, Internetpolitik, Technologienutzung und -missbrauch und der Umgang von Regierungen mit B&#252;rgerrechten. Zus&#228;tzlich gibt es Workshops, Infost&#228;nde verschiedener Organisationen und kleine Projekte rund um Hacking und Hardware. Die Vortr&#228;ge wurden auch live gestreamt und die offiziellen Aufnahmen k&#246;nnen inzwischen in einer hervorragenden Bild- und Tonqualit&#228;t heruntergeladen werden: <a href="http://mirror.fem-net.de/CCC/28C3/" target="_blank">http://mirror.fem-net.de/CCC/28C3/</a></p>

<p>Konkret gesehen muss man sich das Berliner Congress Center vorstellen, in dem drei gro&#223;e R&#228;ume inklusive dem Raum mit der Kuppel f&#252;r Vortr&#228;ge genutzt werden, w&#228;hrend im gem&#252;tlichen, dunklen Keller - &#228;hnlicher einer LAN-Party - Tische zur Verf&#252;gung stehen, an denen Hacker ihre Kampfstationen aufbauen k&#246;nnen. Es gab auch allerhand technische Kuriosit&#228;ten wie W&#228;hlscheibentelefone, Quadrokopter und kreative <a href="http://www.arduino.cc/" target="_blank">Arduino-Boards</a> zu bestaunen.</p>

<p>Auf dem CCC war f&#252;r alles gesorgt: Es gab sowohl kabellose als auch kabelgebundene Internetzug&#228;nge, ein eigenes, kostenloses GSM- und DECT-Netz sowie eine hervorragende Verpflegung direkt in der Lounge - nat&#252;rlich inklusive dem in der Hackerszene sehr beliebten Wachmacher Club Mate. Im Grunde musste man den Kongress nur verlassen, um zum Schlafen das Hotel aufzusuchen, was aber dank des gut ausgebauten &#246;ffentlichen Verkehrsnetzes kein Problem ist.</p>

<p>Was das Inhaltliche angeht, so habe ich viel Neues geh&#246;rt und ein Gro&#223;teil der Vortr&#228;ge hat auch bereits vorhandene Tendenzen und Entwicklungen genauer unter die Lupe genommen. Auch wenn ich mich nat&#252;rlich immer freue, mein Wissen im Bereich Sicherheit, &#220;berwachung, Internetpolitik, etc zu vertiefen oder zumindest dank der Vortr&#228;ge Einstiegspunkte in die Thematiken zu finden, so ist meine Stimmung nach dem Kongress doch etwas bedr&#252;ckt. Wie bereits nach dem 27C3 im Jahr 2010 sind mir viele der aufgedeckten und vorstellten (Un)dinge durchaus unter die Haut gegangen. Man liest ja oft abstrakte Texte &#252;ber alle m&#246;glichen Probleme wie repressiven Regierungen, Machtmissbrauch und &#220;berwachungswahn, aber wenn man tats&#228;chlich jemanden live &#252;ber die Themen reden h&#246;rt, wird es einem erst richtig bewusst. W&#228;hrend Zensur und &#220;berwachung in vielen L&#228;ndern des Nahen und Mittleren Ostens bereits gro&#223;fl&#228;chig und relativ offensichtlich angewendet werden, bedienen sich die westlichen Regierungen subtilerer Methoden. Paradebeispiele hierf&#252;r sind der <a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/10/15/der-ccc-report-zum-bundestrojaner" target="_blank">Bundestrojaner</a> oder das umstrittene und stark kritisierte B&#252;ndnis <a href="http://www.whiteit.de" target="_blank">White IT</a>.</p>

<p>Fazit der Sache ist: In einer gesunden Demokratie ist es von h&#246;chster Wichtigkeit, dass B&#252;rger die Entscheidungen ihrer Regierungen kritisch analysieren und bei Bedarf dagegen protestieren. Gl&#252;cklicherweise existieren diverse Vereinigungen wie der <a href="http://www.foebud.org/" target="_blank">FoeBuD e.V.</a> mit dem Arbeitskreis <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" target="_blank">AK Vorrat</a>, der CCC und weitere deutschlandweite oder internationale Vereinigungen, die dem Gesetzgeber auf die Finger schauen und bei bestimmten Themen bereits mit Abgeordneten und anderen Verantwortlichen Kontakt aufgenommen haben. Solche Vereinigungen sind meiner Meinung nach immer unterst&#252;tzenswert und man sollte als B&#252;rger eines demokratischen Landes die von ihnen kritisierten politischen und technologischen Aspekte zumindest durch den Kopf gehen lassen.</p>

<p>Nundenn, langsam kehren f&#252;r mich auch wieder die Normalit&#228;t und der gewohnte Tagesablauf wieder ein. Aber mit dem neu erworbenen Wissen vom Kongress sehe ich die digitale Welt mit all ihren Entwicklungen mit etwas anderen Augen und einer gro&#223;en Portion Skepsis, Vorsicht und Kritik. In diesem Sinne w&#252;nsche ich euch allen ein frohes neues Jahr <del>2012</del> 1984!</p>

<p>So long</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/01/02/back-from-the-chaos">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2012/01/02/back-from-the-chaos#comments</comments>
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		</item>
				<item>
			<title>Frohe Weihnachten, ihr Nerds!</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/12/24/frohe-weihnachten-ihr-nerds</link>
			<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 13:16:44 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="main">Allgemein</category>
<category domain="alt">Onlinelife und Reallife</category>			<guid isPermaLink="false">75@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Die &lt;del&gt;Gl&amp;#246;ckchen&lt;/del&gt; Kassen klingeln, und &amp;#252;berall auf der Welt (oder jedenfalls im durch Bluttaten missionierten Teil davon) setzen sich die Menschen zusammen, um Weihnachten zu feiern. Man kann vieles &amp;#252;ber dieses Fest sagen (ich fange jetzt mal keine theologische Diskussion an), aber in jedem Fall ist es gut f&amp;#252;r die Wirtschaft. Die Versandzentralen von Amazon laufen heiss, in den Gesch&amp;#228;ften stehen die Menschenschlangen an den Kassen. Dank der Verschmelzung verschiedener heidnischer Br&amp;#228;uche p&amp;#228;pstlicher Bestimmungen zum heutigen Weihnachtsfest ist es schlie&amp;#223;lich Brauch, sich an Weihnachten gegenseitig zu beschenken. Da f&amp;#228;llt mir auch eine extrem aufs&amp;#228;ssige Radiowerbung f&amp;#252;r irgendeinen Schmuckladen ein, die mit folgendem Satz endet: &quot;Viel Spa&amp;#223; beim Gutaussehen w&amp;#252;nscht das Christkind&quot;. Ja, genau das hat sich Jesus bestimmt gew&amp;#252;nscht: In den afrikanischen Diamantenminen arbeiten sich Kinder zu Tode und sammeln Diamanten, die wir Reichen aus der ersten Welt f&amp;#252;r uns&amp;#228;gliche Preise kaufen, w&amp;#228;hrend ein Gro&amp;#223;teil des Gewinns in die Taschen der Firmenbosse flie&amp;#223;t. Wir wollen ja gut aussehen, und das Christkind w&amp;#252;nscht uns das ja auch. Und falls wir uns den Klunker nicht leisten k&amp;#246;nnen, wird uns die Bank ja gerne etwas leihen und schon k&amp;#246;nnen wir uns wieder in den Konsum st&amp;#252;rzen. Das Geld kommt ja schlie&amp;#223;lich aus dem Geldautomaten. Da machen auch die Banken gerne mit, der Zins der EZB soll ja zur Zeit recht g&amp;#252;nstig sein. Macht das uns jetzt alle gl&amp;#252;cklich? Vielleicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Jahr habe ich bei der Geschenkerei noch mitgemacht, aber n&amp;#228;chstes Jahr werde ich die Sache wahrscheinlich boykottieren. Ich habe mich bisher erfolgreich gegen Paypal und Facebook durchgesetzt - warum nicht auch gegen irgendeinen christlich-heidnisch-kapitalistischen Brauch? Oder komme ich vielleicht in die H&amp;#246;lle, weil ich Jesus nicht genug durch Weihnachtsb&amp;#228;ume, Kredite, Geschenke etc huldige? Ach, in die H&amp;#246;lle komme ich sowieso.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie dem auch sei, wem auch immer Weihnachten wichtig sein sollte, dem w&amp;#252;nsche ich ein frohes Fest. Und dem Rest w&amp;#252;nsche ich einfach nur ein fr&amp;#246;hliches neues Jahr 2012, welches vielleicht (und hoffentlich) das letzte Jahr f&amp;#252;r die Menschheit darstellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So long,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; - Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/12/24/frohe-weihnachten-ihr-nerds&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <del>Gl&#246;ckchen</del> Kassen klingeln, und &#252;berall auf der Welt (oder jedenfalls im durch Bluttaten missionierten Teil davon) setzen sich die Menschen zusammen, um Weihnachten zu feiern. Man kann vieles &#252;ber dieses Fest sagen (ich fange jetzt mal keine theologische Diskussion an), aber in jedem Fall ist es gut f&#252;r die Wirtschaft. Die Versandzentralen von Amazon laufen heiss, in den Gesch&#228;ften stehen die Menschenschlangen an den Kassen. Dank der Verschmelzung verschiedener heidnischer Br&#228;uche p&#228;pstlicher Bestimmungen zum heutigen Weihnachtsfest ist es schlie&#223;lich Brauch, sich an Weihnachten gegenseitig zu beschenken. Da f&#228;llt mir auch eine extrem aufs&#228;ssige Radiowerbung f&#252;r irgendeinen Schmuckladen ein, die mit folgendem Satz endet: "Viel Spa&#223; beim Gutaussehen w&#252;nscht das Christkind". Ja, genau das hat sich Jesus bestimmt gew&#252;nscht: In den afrikanischen Diamantenminen arbeiten sich Kinder zu Tode und sammeln Diamanten, die wir Reichen aus der ersten Welt f&#252;r uns&#228;gliche Preise kaufen, w&#228;hrend ein Gro&#223;teil des Gewinns in die Taschen der Firmenbosse flie&#223;t. Wir wollen ja gut aussehen, und das Christkind w&#252;nscht uns das ja auch. Und falls wir uns den Klunker nicht leisten k&#246;nnen, wird uns die Bank ja gerne etwas leihen und schon k&#246;nnen wir uns wieder in den Konsum st&#252;rzen. Das Geld kommt ja schlie&#223;lich aus dem Geldautomaten. Da machen auch die Banken gerne mit, der Zins der EZB soll ja zur Zeit recht g&#252;nstig sein. Macht das uns jetzt alle gl&#252;cklich? Vielleicht.</p>

<p>Dieses Jahr habe ich bei der Geschenkerei noch mitgemacht, aber n&#228;chstes Jahr werde ich die Sache wahrscheinlich boykottieren. Ich habe mich bisher erfolgreich gegen Paypal und Facebook durchgesetzt - warum nicht auch gegen irgendeinen christlich-heidnisch-kapitalistischen Brauch? Oder komme ich vielleicht in die H&#246;lle, weil ich Jesus nicht genug durch Weihnachtsb&#228;ume, Kredite, Geschenke etc huldige? Ach, in die H&#246;lle komme ich sowieso.</p>

<p>Wie dem auch sei, wem auch immer Weihnachten wichtig sein sollte, dem w&#252;nsche ich ein frohes Fest. Und dem Rest w&#252;nsche ich einfach nur ein fr&#246;hliches neues Jahr 2012, welches vielleicht (und hoffentlich) das letzte Jahr f&#252;r die Menschheit darstellt.</p>

<p>So long,</p>

<p> - Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/12/24/frohe-weihnachten-ihr-nerds">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/12/24/frohe-weihnachten-ihr-nerds#comments</comments>
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		</item>
				<item>
			<title>Der Nerd verl&#228;sst Facebook</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/11/05/der-nerd-verlaesst-facebook</link>
			<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 00:30:31 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="alt">Onlinelife und Reallife</category>
<category domain="main">Digitale Sicherheit</category>
<category domain="alt">Politik und Verschw&#246;rungen</category>			<guid isPermaLink="false">74@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Remember remember the 5th of November...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Entscheidung steht fest: Der Nerd wird Facebook verlassen, und zwar am 5. November 2011 - dem legend&amp;#228;ren Tag, an dem Guy Fawkes im Jahre 1605 versucht hatte, das House of Lords in London in die Luft zu jagen. Das Datum ist nicht zuletzt durch den Film &quot;V for Vendetta&quot; in der &amp;#214;ffentlichkeit bekannt geworden - die Handlung spielt in einem dystopischen, totalit&amp;#228;r regierten England und dreht sich um einen erneuten Anschlag auf das House of Lords durch den mysteri&amp;#246;sen V - einem Mann, der im Film immer mit einem schwarzen Umhang und einer Guy-Fawkes-Maske auftritt, sich dabei auch offen an die Bev&amp;#246;lkerung wendet und auf die durch die totalit&amp;#228;re, rechts-konservative Regierung bedingten Missst&amp;#228;nde aufmerksam macht. Der Film spiegelt die Thematik des Widerstands sowohl einer Einzelperson als auch der Menschenmassen gegen Unterdr&amp;#252;ckung und Tyrannei wider und hat aufgrund seiner kraftvollen Symbolik bei vielen progressiv denkenden, alternativen und revolutionsbereiten Personen und Gruppierungen Anklang gefunden. Die Guy-Fawkes-Maske wird inzwischen als Markenzeichen von der Anonymous-Bewegung verwendet, die weltweit gegen Machtmissbrauch, staatliche &amp;#220;berwachung und Korruption k&amp;#228;mpft und bereits gr&amp;#246;&amp;#223;ere Erfolge wie die Bestrafung mehrerer Banken und PayPal zu verbuchen hat, nachdem diese die Konten vom Wikileaks-Gr&amp;#252;nder Julian Assange eingefroren hatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch wie kommt man von Guy Fawkes nun zu Facebook? Folgenderma&amp;#223;en: Dank des kritischen Bewusstseins vieler Datensch&amp;#252;tzer, Hackergruppierungen und Bewegungen wie Anonymous ist Facebooks Umgang mit pers&amp;#246;nlichen Daten ins Rampenlicht ger&amp;#252;ckt - selbst die eher naiven deutschen M&amp;#246;chtegern-Datensch&amp;#252;tzer haben bereits davon Kenntnis genommen. In den meisten sicherheitsbewussten Kreisen wird dringend von der Facebook-Nutzung abgeraten - und wer die letzten drei Monate nicht gerade unter einem Stein verbracht hat, wird mitbekommen haben, dass am 5. November 2011 ein gr&amp;#246;&amp;#223;erer Hackerangriff auf Facebook stattfinden wird. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels kann ich leider wenig &amp;#252;ber den Hackerangriff sagen, da nat&amp;#252;rlich auch die Quellen der Ank&amp;#252;ndigung des Hackerangriffs kritisch betrachtet werden m&amp;#252;ssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So belustigend ein gr&amp;#246;&amp;#223;erer Ausfall von Facebook auch w&amp;#228;re - ich pers&amp;#246;nlich kann nicht einsch&amp;#228;tzen, was das Ergebnis des Angriffs sein wird. Es ist nat&amp;#252;rlich m&amp;#246;glich, dass gar nichts geschieht und die Drohungen nur heisse Luft von Einzelpersonen sind, die um Aufmerksamkeit ringen. Selbst im Falle eines Angriffs ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass sogar Facebook selbst den Angriff als solchen gar nicht wahrnehmen wird - schlie&amp;#223;lich handelt es sich hier nicht um irgendeinen ohnehin schon &amp;#252;berlasteten virtuellen Webserver, sondern um eine Serverfarm mit Tausenden von leistungsf&amp;#228;higen Maschinen und Loadbalancern, die eine DoS-Attacke von ein paar Dutzend IP-Adressen problemlos verkraften k&amp;#246;nnen. Nat&amp;#252;rlich kann es sein, dass andere, bisher nicht bekannte Schwachstellen ausgenutzt werden - vielleicht wird Facebook ja dennoch ins Stocken kommen? Aber selbst das w&amp;#252;rde von vielen Nutzern wohl unerkannt bleiben - schlie&amp;#223;lich k&amp;#246;nnte auch ein kurzfristiges Netzwerkproblem einen &amp;#228;hnlichen Effekt bewirken, und das soll ja hin und wieder mal vorkommen. Genausowenig l&amp;#228;sst sich die breite Masse von einer Dateiauflistung des www-Roots von Facebook oder &amp;#228;hnlichen &quot;Hacks&quot; beeindrucken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lassen wir den omin&amp;#246;sen Hackerangriff jedoch kurz beiseite. W&amp;#228;hrend ein solcher Angriff sicherlich eine nicht zu untersch&amp;#228;tzende Symbolik tr&amp;#228;gt, geht es mir pers&amp;#246;nlich eher um die Frage der Sinnhaftigkeit der Facebook-Nutzung im Generellen. Ich habe seit ca 2007 einen Facebook-Account und verwende diesen sehr regelm&amp;#228;&amp;#223;ig - sehr sehr regelm&amp;#228;&amp;#223;ig. Ich poste t&amp;#228;glich Neuigkeiten &amp;#252;ber mich, mein Privatleben und meine Einstellung zu verschiedenen Ereignissen und Nachrichten auf der Welt. Seit Beginn der Smartphone-&amp;#196;ra verwende ich Facebook auch unterwegs und habe mich auch nie gro&amp;#223; darum gek&amp;#252;mmert, meinen Standort zu verschleiern. W&amp;#252;rde man meinen Facebook-Account vollst&amp;#228;ndig analysieren, so k&amp;#246;nnte man daraus eine ausf&amp;#252;hrliche Biographie &amp;#252;ber mein Leben, meine Aktivit&amp;#228;ten und meine Gedanken in den letzten 3-4 Jahren verfassen. Ein gro&amp;#223;er Teil meiner privaten Kommunikation l&amp;#228;uft auch &amp;#252;ber das Nachrichten- und Chatsystem von Facebook ab - ohne SSL oder &amp;#228;hnliche Verschl&amp;#252;sselungsmechanismen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das soll heute, am 5. November 2011, ein Ende nehmen. Ich habe meinen Facebook-Account gel&amp;#246;scht - auch wenn &quot;l&amp;#246;schen&quot; sicherlich das falsche Wort ist, da Facebook den Account bei der vermeintlichen L&amp;#246;schung nicht komplett entfernt, sondern nur deaktiviert. Posts, Bilder, Chatlogs etc liegen nat&amp;#252;rlich nach wie vor f&amp;#252;r alle Ewigkeit auf den Facebook-Servern vor, sind jedoch nicht von anderen Nutzern mehr einsehbar. Das L&amp;#246;schen des Accounts h&amp;#228;lt mich somit nur davon ab, weitere Posts, Bilder, Likes etc zu ver&amp;#246;ffentlichen und noch mehr Daten von mir preiszugeben. Doch warum sollte man den nun seinen Account l&amp;#246;schen? Facebook ist doch schlie&amp;#223;lich ein praktisches und universelles Werkzeug, mit dem man immer und jederzeit mit so vielen Menschen kommunizieren kann, und das sogar kostenlos! Warum sollte man sich diese M&amp;#246;glichkeit denn nehmen? Ich nenne nun sieben Gr&amp;#252;nde, warum ich mich von meinem Account trenne und warum ich es auch kein bisschen bereue. An dieser Stelle m&amp;#246;chte betonen, dass es sich hierbei um keine fundierte Analyse aus sozialwissenschaftlicher, wirtschaftlicher oder technischer Sicht handelt, sondern um meine pers&amp;#246;nlichen Gedanken und Stichpunkte, die mir pers&amp;#246;nlich zu denken gegeben haben (wobei diese selbstverst&amp;#228;ndlich auch allgemeing&amp;#252;ltige Aspekte beinhalten).&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Facebook hat sicherlich eine Menge hochkomplexer Privateinstellungen. Wenn man diese richtig nutzt, kann man durchaus verhindern, dass die Schwiegermutter, der Mathelehrer oder der potentielle Arbeitgeber die b&amp;#246;sen Partybilder sehen, auf denen man sich (als Mann) in Damenunterw&amp;#228;sche gekleidet betrunken in einem Misthaufen w&amp;#228;lzt. Darum geht es mir jedoch nicht - denn wenn ich mich in Frauenunterw&amp;#228;sche in einem Misthaufen w&amp;#228;lzen sollte, dann st&amp;#252;nde ich offen dazu und w&amp;#228;re stolz darauf. Es geht mir um die Augen der Regierungsbeh&amp;#246;rden, gegen&amp;#252;ber welchen Facebook eine 100%ige Auskunfts- und Kooperationspflicht hat. Im Falle einer strafrechtlichen Ermittlung muss Facebook den Ermittlungsbeh&amp;#246;rden s&amp;#228;mtliche Daten zum angefragten Individuum preisgeben. Das Problem dabei ist, dass die Launen und Machtgel&amp;#252;ste der Politiker dar&amp;#252;ber entscheiden, was gerade als kriminell gilt und was nicht, genauso wie Redekunst der Anw&amp;#228;lte des Ankl&amp;#228;gers im Falle einer Anzeige. Was dabei f&amp;#252;r paranoide Begr&amp;#252;ndungen f&amp;#252;r Ermittlungen und Verhaftungen entstehen k&amp;#246;nnen, sieht man z.B. am Beispiel des amerikanischen Patriot Acts und dem Vorgehen des Departments of Homeland Security. Es wurde beispielsweise ein Junge verhaftet, weil er nach dem Tod Bin Ladens getwittert hatte, dass Obama nun wegen einer m&amp;#246;glichen Racheaktion der Islamisten aufpassen sollte - nur um einen prominenten Fall von vielen zu nennen. Von Meinungsfreiheit kann in solchen Netzwerken also nicht die Rede sein - man muss sich genau &amp;#252;berlegen, was man postet, wenn man nicht in Guantanamo enden will.&lt;/li&gt;


&lt;li&gt;&lt;p&gt;W&amp;#228;hrend f&amp;#252;r einen konkreten Verdachtsfall tats&amp;#228;chlich illegale T&amp;#228;tigkeiten vorliegen m&amp;#252;ssen (oder ein Verdacht auf solche), so wird in den letzten Jahren am sog. Social Media Monitoring und Social Data Mining geforscht. Mit diesen Technologien k&amp;#246;nnen z.B. Interessen und Neigungen von Personen aus ihren schriftlichen &amp;#196;u&amp;#223;erungen (eben z.B. in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs etc) ermittelt werden. Wenn man die Algorithmen entsprechend anpasst, so lassen sich auch gro&amp;#223;e Mengen von solchen textuellen Daten automatisch scannen und filtern, sodass beispielsweise Personen ermittelt werden k&amp;#246;nnen, die terroristische Drohungen, Propaganda, Volksverhetzung, Ank&amp;#252;ndigungen von Straftaten und &amp;#228;hnliche verfassungswidrige &amp;#196;u&amp;#223;erungen von sich geben. Diese &amp;#196;u&amp;#223;erungen k&amp;#246;nnen dann weiter durch Menschen detaillierter untersucht werden und deren Urheber angezeigt oder zumindest auf Verdachtslisten gestellt werden. F&amp;#252;r harmlose, scherzhaft gemeinte  Aussagen wie &quot;Ich habe zwei Maschinenpistolen hier und werde morgen damit in der Schule amoklaufen, ihr werdet alle sterben!&quot; oder &quot;Ich habe eine Splitterbombe am Bahnhof versteckt&quot; k&amp;#246;nnen einem damit einen Hausbesuch vom SEK einhandeln - gerade dann, wenn es aufgrund eines tats&amp;#228;chlich stattgefundenen, in den Medien diskutierten Gewaltaktes Grund zur besonderen Wachsamkeit gibt. Und ich pers&amp;#246;nlich kenne meine merkw&amp;#252;rdige Natur - man nehme meine schlechte Laune, genug Alkohol, irgendwelche Tabletten und Schlafmangel - und schon ist so eine Aussage flott gepostet. Mit Facebook habe ich wenigstens einen Kanal weniger, &amp;#252;ber den ich so eine Schei&amp;#223;e bauen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;3. Flamewars sind harmlos - denkt man! W&amp;#228;hrend in 99% der F&amp;#228;lle eine Beleidigung seines Gegen&amp;#252;bers als &quot;kleiner Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht&quot; keine weiteren Folgen haben wird, kann unter bestimmten Umst&amp;#228;nden der Tatbestand der sog. &amp;#252;blen Nachrede, Beleidigung, Verleumdung oder Rufsch&amp;#228;digung erf&amp;#252;llt sein. Und auch das bedeutet meist eine gewisse Portion &amp;#196;rger. Da ich pers&amp;#246;nlich keinerlei Vertrauen in Gesetze habe und der Meinung bin, dass ein guter Anwalt ein Gesetz immer zugunsten seines Mandanten drehen kann, bin ich der Meinung, dass man am Besten so wenig wie m&amp;#246;glich im Internet von sich geben sollte - au&amp;#223;er, man genie&amp;#223;t den Vorteil der Anonymit&amp;#228;t. Nat&amp;#252;rlich k&amp;#246;nnen auch ProXPN und Tor mit den entsprechenden Mitteln geknackt werden, aber wegen einer blo&amp;#223;en Beschimpfung wird es wohl kaum dazu kommen, dass eine Armee an IT-Experten und sonstigen Ermittlern angesetzt wird, um die Identit&amp;#228;t des T&amp;#228;ters herauszufinden. Wenn man solche Aussagen jedoch unter seinem eigenen Namen in einem sozialen Netzwerk t&amp;#228;tigt, ger&amp;#228;t man schnell ins Visier der Ermittler. Im Klartext: Wenn ich jemanden als &quot;kleinen Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht&quot; bezeichnen m&amp;#246;chte, so will ich das unter dem Deckmantel der Anonymit&amp;#228;t tun k&amp;#246;nnen, um nicht bef&amp;#252;rchten zu m&amp;#252;ssen, doch noch eine Anzeige zu kassieren.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Facebook ist kostenlos - zumindest denken wir so. Aber denken wir doch mal an die Serverfarmen, die Kosten f&amp;#252;r Bandbreite, Personal, Wartung... und schlie&amp;#223;lich muss ja auch Herr Zuckerberg von etwas leben. Irgendwoher muss das Geld ja kommen - im Fall von Facebook durch Werbung. Es ist mehr als naheliegend, dass Facebook-Profile zu Werbezwecken verwendet werden, wenn auch mehr oder minder anonymisiert. F&amp;#252;r die Marketing-Abteilungen vieler Firmen im B2C-Bereich sind Daten, die Zusammenh&amp;#228;nge zwischen beispielsweise Wohnorten und Produkten/Seiten, bei denen man auf &quot;Gef&amp;#228;llt mir&quot; geklickt hat, Gold wert - und genau dieses Gold zahlen sie an Facebook. Ich mache sicherlich bei der einen oder anderen Umfrage mit, und gebe auch mal hier und da meine Daten an - aber nur wenn ich mehr oder weniger im Griff habe, was damit geschieht und auch die rechtliche Grundlage, dieser Datennutzung zu widersprechen, falls ich irgendeine Form von Missbrauch wittern sollte. Bei Facebook kann ich jedoch kaum kontrollieren, welche meiner Daten bei welchen Firmen landen. Fakt ist nur, dass ich in letzter Zeit nur Werbebanner f&amp;#252;r IT-Themen und Dating-Seiten erhalte - offenbar kennt Facebook mich besser als ich selbst. Und das... finde ich beunruhigend.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Aus Sicht des freien Marktes ist Facebook eigentlich gef&amp;#228;hrlich nahe an einem Monopol. Aufgrund der Natur von Facebook kann man aber schwer sagen, um was f&amp;#252;r ein Monopol es sich denn nun handelt - Facebook ist ja kein Software-Hersteller wie z.B. Microsoft, dessen Marktsegmente recht klar umrissen sind. Genau betrachtet ist Facebook ein Monopol f&amp;#252;r zwischenmenschliche Kommunikation im Allgemeinen. Das Problem dabei ist, dass Facebook  gerade von dieser Universalit&amp;#228;t und Beliebtheit lebt. Viele Menschen - jung und alt - aus allen erdenklichen L&amp;#228;ndern benutzen das Portal als &quot;das&quot; Kommunikationswerkzeug - auch wenn eigentlich andere soziale Netzwerke wie MySpace, MeinVZ oder Google+ existieren. Der wesentliche Unterschied von sozialen Netzwerken zu konventionellen Kommunikationsmitteln wie Mobilfunknetzen ist jedoch die Tatsache, dass Nutzer unterschiedlicher Mobilfunknetze  uneingeschr&amp;#228;nkt durch Anrufe, SMS und MMS miteinander kommunizieren k&amp;#246;nnen, w&amp;#228;hrend bei sozialen Netzwerken nur die im jeweiligen Netzwerk angemeldeten Mitglieder Kontakt zueinander haben k&amp;#246;nnen. Somit sind die Nutzer schon fast gezwungen, sich auf ein einziges System zu einigen, da kaum jemand die Zeit und die Nerven hat, gleichzeitig ein Dutzend verschiedener Profile zu pflegen und Nachrichten verschiedener Portale abzurufen. Dennoch finde ich es falsch, etwas so wichtiges wie die gesamte zwischenmenschliche Kommunikation in die H&amp;#228;nde eines einzigen Unternehmens zu legen und sich mehr oder weniger davon abh&amp;#228;ngig zu machen. Man muss n&amp;#228;mlich nicht zuletzt auch  bedenken, dass Facebook versucht, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein: Die bereits teilweise seit 20-30 Jahren bekannten Funktionalit&amp;#228;ten von Email, Chat, Bilderalbum, Blog und pers&amp;#246;nlicher Homepage werden zu einem einzigen System vereint und gemeinsam von einem Unternehmen bereitgestellt. So eine Zentralisierung kann und will ich nicht unterst&amp;#252;tzen - solche Formen der Gleichschaltung haben historisch gesehen ja auch zu nichts Gutem gef&amp;#252;hrt.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Diverse &amp;#196;nderungen am Facebook-Portal in den letzten Monaten haben die Bedienung unn&amp;#246;tig erschwert und meiner Ansicht nach einige technische Defekte nach sich gezogen. Anfang 2011 war Facebook noch bequem und einfach zu bedienen - danach folgte eine Revolutionierung der (sowieso nutzlosen) Privatsph&amp;#228;reneinstellungen, eine Layout&amp;#228;nderung am Chat und schlie&amp;#223;lich eine Funktions&amp;#228;nderung der Pinnwand. Letztere &amp;#196;nderung hatte kurz gesagt zur Folge, dass ich nicht mehr &amp;#252;ber Antworten auf meine Posts benachrichtigt werde und einen Gro&amp;#223;teil der Pinnwandeintr&amp;#228;ge von Freunden nicht mehr angezeigt bekomme, sondern dieses einzeln durchklicken muss, um zu sehen, was sie neues geschrieben haben. Damit ging f&amp;#252;r mich das Konzept der &amp;#252;bersichtlichen Pinnwand mit einer Auflistung aller Neuigkeiten komplett den Bach runter. Ich bin mir sicherlich der Tatsache bewusst, dass ich bestimmte Seiten und Freunde irgendwo &quot;subscriben&quot; kann, um ihre Neuigkeiten sehen zu k&amp;#246;nnen, und ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich irgendwo auch bestimmte Freundeskreise konfigurieren kann. Fakt ist aber: Ich will ein einfaches, &amp;#252;bersichtliches System haben, f&amp;#252;r das ich auch keine mehrt&amp;#228;gige Schulung nach jedem Update brauche. Ich muss mich in meinem IT-Beruf bereits zur Gen&amp;#252;ge mit Funktions&amp;#228;nderungen durch Updates besch&amp;#228;ftigen, Server konfigurieren und &amp;#228;hnliche Arbeiten verrichten. Nach Feierabend will ich nun mal ein System haben, mit dem ich schnell und einfach an Informationen komme, ohne daf&amp;#252;r einen Konfigurationsaufwand wie bei der Installation eines JBoss-Clusters betreiben zu m&amp;#252;ssen. Hinzu kommt die &amp;#252;bertriebene Verwendung von Ajax im neuen Layout. K&amp;#246;nnen Menschen Webseiten nicht einfach so bauen, wie es urspr&amp;#252;nglich gedacht war - HTML-Seiten mit Divs, Texten und Tabellen? Und vor allem bitte mit Buttons und Hyperlinks, die keine Javascript-Funktionen ausl&amp;#246;sen oder Lightboxes &amp;#246;ffnen oder dynamisch Inhalte nachladen (am Besten mit irgendeinem Kreis als nervigen Loading-Animation), sondern normale GET- und POST-Requests mit einer Wechsel zu einer neuen Seite, so wie es schon immer war und wie es sich bew&amp;#228;hrt hat? Ich h&amp;#228;tte am liebsten das alte Facebook zur&amp;#252;ck, an das ich mich gew&amp;#246;hnt habe... Aber diese Version werden wir wohl leider nie wieder sehen.&lt;/li&gt;

&lt;li&gt;Ich habe gemerkt, dass ich zu viel Zeit mit Facebook und dessen Zynga-Zubeh&amp;#246;r wie FarmVille und CityVille vergeude. Im Schnitt sind das vielleicht 2-3 Stunden pro Tag. Wenn man die Zeit dazurechnet, die ich mit dem Facebook-App auf meinem Smartphone verbringe, sind es locker 5 Stunden. Nachdem ich zur arbeitenden und studierenden Bev&amp;#246;lkerung geh&amp;#246;re, geht also ein betr&amp;#228;chtlicher Teil meiner Freizeit f&amp;#252;r Facebook drauf. Und dabei k&amp;#246;nnte man mit dieser Freizeit doch so viel mehr anfangen, als Bilder von Lolcats zu posten oder halbseri&amp;#246;se Stammtischdiskussionen &amp;#252;ber politische Ereignisse zu f&amp;#252;hren. Man k&amp;#246;nnte einen guten Film anschauen, ein Buch lesen oder ein n&amp;#252;tzliches PHP-Script schreiben. Oder man k&amp;#246;nnte einfach mit Freunden oder Verwandten einen Kaffee trinken, ohne dabei st&amp;#228;ndig ins Smartphone zu starren und sich stattdessen mit den real anwesenden Personen unterhalten, anstatt sie via Facebook vom Smartphone aus &quot;anzustupsen&quot;. Und wenn sich doch mal auf elektronische Weise mit jemandem kommunizieren m&amp;#246;chte, so hat man nach wie vor die M&amp;#246;glichkeit, eine Email oder SMS zu schreiben, per Skype zu reden oder die Person einfach mal anzurufen. Vor der Facebook-&amp;#196;ra hat das ja auch wunderbar funktioniert - man hat es auch ohne Facebook geschafft, sich zu einem Bier zu verabreden oder einfach miteinander zu plaudern.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Ich hoffe, liebe Leser, dass ihr meine (zugegebenerma&amp;#223;en nicht einfache) Entscheidung verstehen k&amp;#246;nnt. Ebenso hoffe ich, dass meine Argumente euch zum Nachdenken bewegt haben. Vergesst nicht: Es geht nicht um den 5. November - es ist nur ein symbolischer Tag, der von einigen Anh&amp;#228;ngern &quot;offizieller&quot; Facebook-Boykottgruppen auserw&amp;#228;hlt wurde. Es geht darum, dem Unternehmen Facebook und allen Beteiligen zu zeigen, dass man nicht von ihrer Technologie abh&amp;#228;ngig ist und nicht bereit ist, noch weiter an ihrer Datenmelkmaschine zu h&amp;#228;ngen. Ihr k&amp;#246;nnt euren Account an jedem beliebigen Tag l&amp;#246;schen - ihr tut damit euch und dem Rest der Welt einen gro&amp;#223;en Gefallen. Bitte lasst es euch durch den Kopf gehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So long,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/11/05/der-nerd-verlaesst-facebook&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Remember remember the 5th of November...</p>

<p>Die Entscheidung steht fest: Der Nerd wird Facebook verlassen, und zwar am 5. November 2011 - dem legend&#228;ren Tag, an dem Guy Fawkes im Jahre 1605 versucht hatte, das House of Lords in London in die Luft zu jagen. Das Datum ist nicht zuletzt durch den Film "V for Vendetta" in der &#214;ffentlichkeit bekannt geworden - die Handlung spielt in einem dystopischen, totalit&#228;r regierten England und dreht sich um einen erneuten Anschlag auf das House of Lords durch den mysteri&#246;sen V - einem Mann, der im Film immer mit einem schwarzen Umhang und einer Guy-Fawkes-Maske auftritt, sich dabei auch offen an die Bev&#246;lkerung wendet und auf die durch die totalit&#228;re, rechts-konservative Regierung bedingten Missst&#228;nde aufmerksam macht. Der Film spiegelt die Thematik des Widerstands sowohl einer Einzelperson als auch der Menschenmassen gegen Unterdr&#252;ckung und Tyrannei wider und hat aufgrund seiner kraftvollen Symbolik bei vielen progressiv denkenden, alternativen und revolutionsbereiten Personen und Gruppierungen Anklang gefunden. Die Guy-Fawkes-Maske wird inzwischen als Markenzeichen von der Anonymous-Bewegung verwendet, die weltweit gegen Machtmissbrauch, staatliche &#220;berwachung und Korruption k&#228;mpft und bereits gr&#246;&#223;ere Erfolge wie die Bestrafung mehrerer Banken und PayPal zu verbuchen hat, nachdem diese die Konten vom Wikileaks-Gr&#252;nder Julian Assange eingefroren hatten.</p>

<p>Doch wie kommt man von Guy Fawkes nun zu Facebook? Folgenderma&#223;en: Dank des kritischen Bewusstseins vieler Datensch&#252;tzer, Hackergruppierungen und Bewegungen wie Anonymous ist Facebooks Umgang mit pers&#246;nlichen Daten ins Rampenlicht ger&#252;ckt - selbst die eher naiven deutschen M&#246;chtegern-Datensch&#252;tzer haben bereits davon Kenntnis genommen. In den meisten sicherheitsbewussten Kreisen wird dringend von der Facebook-Nutzung abgeraten - und wer die letzten drei Monate nicht gerade unter einem Stein verbracht hat, wird mitbekommen haben, dass am 5. November 2011 ein gr&#246;&#223;erer Hackerangriff auf Facebook stattfinden wird. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels kann ich leider wenig &#252;ber den Hackerangriff sagen, da nat&#252;rlich auch die Quellen der Ank&#252;ndigung des Hackerangriffs kritisch betrachtet werden m&#252;ssen.</p>

<p>So belustigend ein gr&#246;&#223;erer Ausfall von Facebook auch w&#228;re - ich pers&#246;nlich kann nicht einsch&#228;tzen, was das Ergebnis des Angriffs sein wird. Es ist nat&#252;rlich m&#246;glich, dass gar nichts geschieht und die Drohungen nur heisse Luft von Einzelpersonen sind, die um Aufmerksamkeit ringen. Selbst im Falle eines Angriffs ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass sogar Facebook selbst den Angriff als solchen gar nicht wahrnehmen wird - schlie&#223;lich handelt es sich hier nicht um irgendeinen ohnehin schon &#252;berlasteten virtuellen Webserver, sondern um eine Serverfarm mit Tausenden von leistungsf&#228;higen Maschinen und Loadbalancern, die eine DoS-Attacke von ein paar Dutzend IP-Adressen problemlos verkraften k&#246;nnen. Nat&#252;rlich kann es sein, dass andere, bisher nicht bekannte Schwachstellen ausgenutzt werden - vielleicht wird Facebook ja dennoch ins Stocken kommen? Aber selbst das w&#252;rde von vielen Nutzern wohl unerkannt bleiben - schlie&#223;lich k&#246;nnte auch ein kurzfristiges Netzwerkproblem einen &#228;hnlichen Effekt bewirken, und das soll ja hin und wieder mal vorkommen. Genausowenig l&#228;sst sich die breite Masse von einer Dateiauflistung des www-Roots von Facebook oder &#228;hnlichen "Hacks" beeindrucken.</p>

<p>Lassen wir den omin&#246;sen Hackerangriff jedoch kurz beiseite. W&#228;hrend ein solcher Angriff sicherlich eine nicht zu untersch&#228;tzende Symbolik tr&#228;gt, geht es mir pers&#246;nlich eher um die Frage der Sinnhaftigkeit der Facebook-Nutzung im Generellen. Ich habe seit ca 2007 einen Facebook-Account und verwende diesen sehr regelm&#228;&#223;ig - sehr sehr regelm&#228;&#223;ig. Ich poste t&#228;glich Neuigkeiten &#252;ber mich, mein Privatleben und meine Einstellung zu verschiedenen Ereignissen und Nachrichten auf der Welt. Seit Beginn der Smartphone-&#196;ra verwende ich Facebook auch unterwegs und habe mich auch nie gro&#223; darum gek&#252;mmert, meinen Standort zu verschleiern. W&#252;rde man meinen Facebook-Account vollst&#228;ndig analysieren, so k&#246;nnte man daraus eine ausf&#252;hrliche Biographie &#252;ber mein Leben, meine Aktivit&#228;ten und meine Gedanken in den letzten 3-4 Jahren verfassen. Ein gro&#223;er Teil meiner privaten Kommunikation l&#228;uft auch &#252;ber das Nachrichten- und Chatsystem von Facebook ab - ohne SSL oder &#228;hnliche Verschl&#252;sselungsmechanismen.</p>

<p>Das soll heute, am 5. November 2011, ein Ende nehmen. Ich habe meinen Facebook-Account gel&#246;scht - auch wenn "l&#246;schen" sicherlich das falsche Wort ist, da Facebook den Account bei der vermeintlichen L&#246;schung nicht komplett entfernt, sondern nur deaktiviert. Posts, Bilder, Chatlogs etc liegen nat&#252;rlich nach wie vor f&#252;r alle Ewigkeit auf den Facebook-Servern vor, sind jedoch nicht von anderen Nutzern mehr einsehbar. Das L&#246;schen des Accounts h&#228;lt mich somit nur davon ab, weitere Posts, Bilder, Likes etc zu ver&#246;ffentlichen und noch mehr Daten von mir preiszugeben. Doch warum sollte man den nun seinen Account l&#246;schen? Facebook ist doch schlie&#223;lich ein praktisches und universelles Werkzeug, mit dem man immer und jederzeit mit so vielen Menschen kommunizieren kann, und das sogar kostenlos! Warum sollte man sich diese M&#246;glichkeit denn nehmen? Ich nenne nun sieben Gr&#252;nde, warum ich mich von meinem Account trenne und warum ich es auch kein bisschen bereue. An dieser Stelle m&#246;chte betonen, dass es sich hierbei um keine fundierte Analyse aus sozialwissenschaftlicher, wirtschaftlicher oder technischer Sicht handelt, sondern um meine pers&#246;nlichen Gedanken und Stichpunkte, die mir pers&#246;nlich zu denken gegeben haben (wobei diese selbstverst&#228;ndlich auch allgemeing&#252;ltige Aspekte beinhalten).</p>

<ol>
<li>Facebook hat sicherlich eine Menge hochkomplexer Privateinstellungen. Wenn man diese richtig nutzt, kann man durchaus verhindern, dass die Schwiegermutter, der Mathelehrer oder der potentielle Arbeitgeber die b&#246;sen Partybilder sehen, auf denen man sich (als Mann) in Damenunterw&#228;sche gekleidet betrunken in einem Misthaufen w&#228;lzt. Darum geht es mir jedoch nicht - denn wenn ich mich in Frauenunterw&#228;sche in einem Misthaufen w&#228;lzen sollte, dann st&#252;nde ich offen dazu und w&#228;re stolz darauf. Es geht mir um die Augen der Regierungsbeh&#246;rden, gegen&#252;ber welchen Facebook eine 100%ige Auskunfts- und Kooperationspflicht hat. Im Falle einer strafrechtlichen Ermittlung muss Facebook den Ermittlungsbeh&#246;rden s&#228;mtliche Daten zum angefragten Individuum preisgeben. Das Problem dabei ist, dass die Launen und Machtgel&#252;ste der Politiker dar&#252;ber entscheiden, was gerade als kriminell gilt und was nicht, genauso wie Redekunst der Anw&#228;lte des Ankl&#228;gers im Falle einer Anzeige. Was dabei f&#252;r paranoide Begr&#252;ndungen f&#252;r Ermittlungen und Verhaftungen entstehen k&#246;nnen, sieht man z.B. am Beispiel des amerikanischen Patriot Acts und dem Vorgehen des Departments of Homeland Security. Es wurde beispielsweise ein Junge verhaftet, weil er nach dem Tod Bin Ladens getwittert hatte, dass Obama nun wegen einer m&#246;glichen Racheaktion der Islamisten aufpassen sollte - nur um einen prominenten Fall von vielen zu nennen. Von Meinungsfreiheit kann in solchen Netzwerken also nicht die Rede sein - man muss sich genau &#252;berlegen, was man postet, wenn man nicht in Guantanamo enden will.</li>


<li><p>W&#228;hrend f&#252;r einen konkreten Verdachtsfall tats&#228;chlich illegale T&#228;tigkeiten vorliegen m&#252;ssen (oder ein Verdacht auf solche), so wird in den letzten Jahren am sog. Social Media Monitoring und Social Data Mining geforscht. Mit diesen Technologien k&#246;nnen z.B. Interessen und Neigungen von Personen aus ihren schriftlichen &#196;u&#223;erungen (eben z.B. in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs etc) ermittelt werden. Wenn man die Algorithmen entsprechend anpasst, so lassen sich auch gro&#223;e Mengen von solchen textuellen Daten automatisch scannen und filtern, sodass beispielsweise Personen ermittelt werden k&#246;nnen, die terroristische Drohungen, Propaganda, Volksverhetzung, Ank&#252;ndigungen von Straftaten und &#228;hnliche verfassungswidrige &#196;u&#223;erungen von sich geben. Diese &#196;u&#223;erungen k&#246;nnen dann weiter durch Menschen detaillierter untersucht werden und deren Urheber angezeigt oder zumindest auf Verdachtslisten gestellt werden. F&#252;r harmlose, scherzhaft gemeinte  Aussagen wie "Ich habe zwei Maschinenpistolen hier und werde morgen damit in der Schule amoklaufen, ihr werdet alle sterben!" oder "Ich habe eine Splitterbombe am Bahnhof versteckt" k&#246;nnen einem damit einen Hausbesuch vom SEK einhandeln - gerade dann, wenn es aufgrund eines tats&#228;chlich stattgefundenen, in den Medien diskutierten Gewaltaktes Grund zur besonderen Wachsamkeit gibt. Und ich pers&#246;nlich kenne meine merkw&#252;rdige Natur - man nehme meine schlechte Laune, genug Alkohol, irgendwelche Tabletten und Schlafmangel - und schon ist so eine Aussage flott gepostet. Mit Facebook habe ich wenigstens einen Kanal weniger, &#252;ber den ich so eine Schei&#223;e bauen kann.</p>

<p>3. Flamewars sind harmlos - denkt man! W&#228;hrend in 99% der F&#228;lle eine Beleidigung seines Gegen&#252;bers als "kleiner Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht" keine weiteren Folgen haben wird, kann unter bestimmten Umst&#228;nden der Tatbestand der sog. &#252;blen Nachrede, Beleidigung, Verleumdung oder Rufsch&#228;digung erf&#252;llt sein. Und auch das bedeutet meist eine gewisse Portion &#196;rger. Da ich pers&#246;nlich keinerlei Vertrauen in Gesetze habe und der Meinung bin, dass ein guter Anwalt ein Gesetz immer zugunsten seines Mandanten drehen kann, bin ich der Meinung, dass man am Besten so wenig wie m&#246;glich im Internet von sich geben sollte - au&#223;er, man genie&#223;t den Vorteil der Anonymit&#228;t. Nat&#252;rlich k&#246;nnen auch ProXPN und Tor mit den entsprechenden Mitteln geknackt werden, aber wegen einer blo&#223;en Beschimpfung wird es wohl kaum dazu kommen, dass eine Armee an IT-Experten und sonstigen Ermittlern angesetzt wird, um die Identit&#228;t des T&#228;ters herauszufinden. Wenn man solche Aussagen jedoch unter seinem eigenen Namen in einem sozialen Netzwerk t&#228;tigt, ger&#228;t man schnell ins Visier der Ermittler. Im Klartext: Wenn ich jemanden als "kleinen Wichser, der gerne Pferdegenitalien lutscht" bezeichnen m&#246;chte, so will ich das unter dem Deckmantel der Anonymit&#228;t tun k&#246;nnen, um nicht bef&#252;rchten zu m&#252;ssen, doch noch eine Anzeige zu kassieren.</p></li>

<li>Facebook ist kostenlos - zumindest denken wir so. Aber denken wir doch mal an die Serverfarmen, die Kosten f&#252;r Bandbreite, Personal, Wartung... und schlie&#223;lich muss ja auch Herr Zuckerberg von etwas leben. Irgendwoher muss das Geld ja kommen - im Fall von Facebook durch Werbung. Es ist mehr als naheliegend, dass Facebook-Profile zu Werbezwecken verwendet werden, wenn auch mehr oder minder anonymisiert. F&#252;r die Marketing-Abteilungen vieler Firmen im B2C-Bereich sind Daten, die Zusammenh&#228;nge zwischen beispielsweise Wohnorten und Produkten/Seiten, bei denen man auf "Gef&#228;llt mir" geklickt hat, Gold wert - und genau dieses Gold zahlen sie an Facebook. Ich mache sicherlich bei der einen oder anderen Umfrage mit, und gebe auch mal hier und da meine Daten an - aber nur wenn ich mehr oder weniger im Griff habe, was damit geschieht und auch die rechtliche Grundlage, dieser Datennutzung zu widersprechen, falls ich irgendeine Form von Missbrauch wittern sollte. Bei Facebook kann ich jedoch kaum kontrollieren, welche meiner Daten bei welchen Firmen landen. Fakt ist nur, dass ich in letzter Zeit nur Werbebanner f&#252;r IT-Themen und Dating-Seiten erhalte - offenbar kennt Facebook mich besser als ich selbst. Und das... finde ich beunruhigend.</li>

<li>Aus Sicht des freien Marktes ist Facebook eigentlich gef&#228;hrlich nahe an einem Monopol. Aufgrund der Natur von Facebook kann man aber schwer sagen, um was f&#252;r ein Monopol es sich denn nun handelt - Facebook ist ja kein Software-Hersteller wie z.B. Microsoft, dessen Marktsegmente recht klar umrissen sind. Genau betrachtet ist Facebook ein Monopol f&#252;r zwischenmenschliche Kommunikation im Allgemeinen. Das Problem dabei ist, dass Facebook  gerade von dieser Universalit&#228;t und Beliebtheit lebt. Viele Menschen - jung und alt - aus allen erdenklichen L&#228;ndern benutzen das Portal als "das" Kommunikationswerkzeug - auch wenn eigentlich andere soziale Netzwerke wie MySpace, MeinVZ oder Google+ existieren. Der wesentliche Unterschied von sozialen Netzwerken zu konventionellen Kommunikationsmitteln wie Mobilfunknetzen ist jedoch die Tatsache, dass Nutzer unterschiedlicher Mobilfunknetze  uneingeschr&#228;nkt durch Anrufe, SMS und MMS miteinander kommunizieren k&#246;nnen, w&#228;hrend bei sozialen Netzwerken nur die im jeweiligen Netzwerk angemeldeten Mitglieder Kontakt zueinander haben k&#246;nnen. Somit sind die Nutzer schon fast gezwungen, sich auf ein einziges System zu einigen, da kaum jemand die Zeit und die Nerven hat, gleichzeitig ein Dutzend verschiedener Profile zu pflegen und Nachrichten verschiedener Portale abzurufen. Dennoch finde ich es falsch, etwas so wichtiges wie die gesamte zwischenmenschliche Kommunikation in die H&#228;nde eines einzigen Unternehmens zu legen und sich mehr oder weniger davon abh&#228;ngig zu machen. Man muss n&#228;mlich nicht zuletzt auch  bedenken, dass Facebook versucht, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein: Die bereits teilweise seit 20-30 Jahren bekannten Funktionalit&#228;ten von Email, Chat, Bilderalbum, Blog und pers&#246;nlicher Homepage werden zu einem einzigen System vereint und gemeinsam von einem Unternehmen bereitgestellt. So eine Zentralisierung kann und will ich nicht unterst&#252;tzen - solche Formen der Gleichschaltung haben historisch gesehen ja auch zu nichts Gutem gef&#252;hrt.</li>

<li>Diverse &#196;nderungen am Facebook-Portal in den letzten Monaten haben die Bedienung unn&#246;tig erschwert und meiner Ansicht nach einige technische Defekte nach sich gezogen. Anfang 2011 war Facebook noch bequem und einfach zu bedienen - danach folgte eine Revolutionierung der (sowieso nutzlosen) Privatsph&#228;reneinstellungen, eine Layout&#228;nderung am Chat und schlie&#223;lich eine Funktions&#228;nderung der Pinnwand. Letztere &#196;nderung hatte kurz gesagt zur Folge, dass ich nicht mehr &#252;ber Antworten auf meine Posts benachrichtigt werde und einen Gro&#223;teil der Pinnwandeintr&#228;ge von Freunden nicht mehr angezeigt bekomme, sondern dieses einzeln durchklicken muss, um zu sehen, was sie neues geschrieben haben. Damit ging f&#252;r mich das Konzept der &#252;bersichtlichen Pinnwand mit einer Auflistung aller Neuigkeiten komplett den Bach runter. Ich bin mir sicherlich der Tatsache bewusst, dass ich bestimmte Seiten und Freunde irgendwo "subscriben" kann, um ihre Neuigkeiten sehen zu k&#246;nnen, und ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich irgendwo auch bestimmte Freundeskreise konfigurieren kann. Fakt ist aber: Ich will ein einfaches, &#252;bersichtliches System haben, f&#252;r das ich auch keine mehrt&#228;gige Schulung nach jedem Update brauche. Ich muss mich in meinem IT-Beruf bereits zur Gen&#252;ge mit Funktions&#228;nderungen durch Updates besch&#228;ftigen, Server konfigurieren und &#228;hnliche Arbeiten verrichten. Nach Feierabend will ich nun mal ein System haben, mit dem ich schnell und einfach an Informationen komme, ohne daf&#252;r einen Konfigurationsaufwand wie bei der Installation eines JBoss-Clusters betreiben zu m&#252;ssen. Hinzu kommt die &#252;bertriebene Verwendung von Ajax im neuen Layout. K&#246;nnen Menschen Webseiten nicht einfach so bauen, wie es urspr&#252;nglich gedacht war - HTML-Seiten mit Divs, Texten und Tabellen? Und vor allem bitte mit Buttons und Hyperlinks, die keine Javascript-Funktionen ausl&#246;sen oder Lightboxes &#246;ffnen oder dynamisch Inhalte nachladen (am Besten mit irgendeinem Kreis als nervigen Loading-Animation), sondern normale GET- und POST-Requests mit einer Wechsel zu einer neuen Seite, so wie es schon immer war und wie es sich bew&#228;hrt hat? Ich h&#228;tte am liebsten das alte Facebook zur&#252;ck, an das ich mich gew&#246;hnt habe... Aber diese Version werden wir wohl leider nie wieder sehen.</li>

<li>Ich habe gemerkt, dass ich zu viel Zeit mit Facebook und dessen Zynga-Zubeh&#246;r wie FarmVille und CityVille vergeude. Im Schnitt sind das vielleicht 2-3 Stunden pro Tag. Wenn man die Zeit dazurechnet, die ich mit dem Facebook-App auf meinem Smartphone verbringe, sind es locker 5 Stunden. Nachdem ich zur arbeitenden und studierenden Bev&#246;lkerung geh&#246;re, geht also ein betr&#228;chtlicher Teil meiner Freizeit f&#252;r Facebook drauf. Und dabei k&#246;nnte man mit dieser Freizeit doch so viel mehr anfangen, als Bilder von Lolcats zu posten oder halbseri&#246;se Stammtischdiskussionen &#252;ber politische Ereignisse zu f&#252;hren. Man k&#246;nnte einen guten Film anschauen, ein Buch lesen oder ein n&#252;tzliches PHP-Script schreiben. Oder man k&#246;nnte einfach mit Freunden oder Verwandten einen Kaffee trinken, ohne dabei st&#228;ndig ins Smartphone zu starren und sich stattdessen mit den real anwesenden Personen unterhalten, anstatt sie via Facebook vom Smartphone aus "anzustupsen". Und wenn sich doch mal auf elektronische Weise mit jemandem kommunizieren m&#246;chte, so hat man nach wie vor die M&#246;glichkeit, eine Email oder SMS zu schreiben, per Skype zu reden oder die Person einfach mal anzurufen. Vor der Facebook-&#196;ra hat das ja auch wunderbar funktioniert - man hat es auch ohne Facebook geschafft, sich zu einem Bier zu verabreden oder einfach miteinander zu plaudern.</li>
</ol>

<p>Ich hoffe, liebe Leser, dass ihr meine (zugegebenerma&#223;en nicht einfache) Entscheidung verstehen k&#246;nnt. Ebenso hoffe ich, dass meine Argumente euch zum Nachdenken bewegt haben. Vergesst nicht: Es geht nicht um den 5. November - es ist nur ein symbolischer Tag, der von einigen Anh&#228;ngern "offizieller" Facebook-Boykottgruppen auserw&#228;hlt wurde. Es geht darum, dem Unternehmen Facebook und allen Beteiligen zu zeigen, dass man nicht von ihrer Technologie abh&#228;ngig ist und nicht bereit ist, noch weiter an ihrer Datenmelkmaschine zu h&#228;ngen. Ihr k&#246;nnt euren Account an jedem beliebigen Tag l&#246;schen - ihr tut damit euch und dem Rest der Welt einen gro&#223;en Gefallen. Bitte lasst es euch durch den Kopf gehen.</p>

<p>So long,</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/11/05/der-nerd-verlaesst-facebook">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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				<item>
			<title>Eilmeldung: Der CCC-Report zum Bundestrojaner</title>
			<link>http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/10/15/der-ccc-report-zum-bundestrojaner</link>
			<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 22:28:07 +0000</pubDate>			<dc:creator>Oleg Britvin</dc:creator>
			<category domain="alt">News und Meinungen</category>
<category domain="main">Digitale Sicherheit</category>
<category domain="alt">Politik und Verschw&#246;rungen</category>			<guid isPermaLink="false">73@http://www.daedalus-network.de/blog/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner&quot;&gt;http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_neutral.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#124;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt; === EILMELDUNG === &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_neutral.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#124;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe es schon immer gewusst: Die Quellen-TK&amp;#220; (Telekommunikations&amp;#252;berwachung), auch bekannt als &quot;Bundestrojaner&quot; oder &quot;Staatstrojaner&quot;, existiert tats&amp;#228;chlich und wurde inzwischen auch mehrfach von der Kriminalpolizei erfolgreich zum Einsatz gebracht, unter anderem in Bayern. Erstellt wurde das Holzpferdchen von der eigentlich unscheinbaren Firma &lt;a href=&quot;http://www.digitask.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;DigiTask GmbH&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun hat der Chaos Computer Club es geschafft, die Schadsoftware zu reverse-engineeren, d.h. die Binaries des Programms zu Assembler-Code zur&amp;#252;ckzuverarbeiten. Wow. Respekt, respekt... Hier der Artikel des CCC - unten auf der Seite ist der eigenliche Report als PDF-Datei zu finden, in aller Ausf&amp;#252;hrlichkeit: &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CCC &amp;#252;ber den Staatstrojaner&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiterhin existiert eine sehr interessant gemachte &quot;Regierungsseite&quot; zum Bundestrojaner: &lt;a href=&quot;http://www.bundestrojaner.net&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bundestrojaner.net&lt;/a&gt; . Von wem die Seite erstellt wurde, verrate ich mal nicht (nein, nicht von mir &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_rolleyes.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#114;&amp;#111;&amp;#108;&amp;#108;&amp;#58;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt; ). Wer sich aber traut, den Trojaner dort herunterzuladen und auszuf&amp;#252;hren, wird mit der Erkenntnis belohnt &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_razz.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#112;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt; Konnte man sich doch denken, nicht wahr?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber jetzt mal Spa&amp;#223; beiseite... In solchen Momenten bin einfach nur unglaublich dankbar, dass es den CCC gibt und dass dort Spitzenexperten am Werk sind, die ihr tiefgr&amp;#252;ndiges Wissen f&amp;#252;r gute Zwecke einsetzen - n&amp;#228;mlich f&amp;#252;r B&amp;#252;rgerrechte, pers&amp;#246;nliche Freiheit und einen offenen Staatsapparat, wie er es in jeder richtigen Demokratie sein sollte. Leute, ihr seid einfach Spitze. Gleichzeitig l&amp;#228;uft es mir eiskalt den R&amp;#252;cken runter: Was w&amp;#228;re, wenn es dem CCC nicht gelungen w&amp;#228;re, den Trojaner zu analysieren und die ganze Angelegenheit in den Mittelpunkt des Mediengeschehens zu r&amp;#252;cken? Was w&amp;#228;re, wenn der CCC erst gar nicht in den Besitz des Trojaners gekommen w&amp;#228;re? Wir sehen mal wieder, an was f&amp;#252;r einem seidenen Faden unsere Freiheit h&amp;#228;ngt und was in einem Land, das sich demokratisch schimpft, alles hinter dem R&amp;#252;cken des B&amp;#252;rgers ablaufen kann. Ich will gar nicht wissen, was noch alles f&amp;#252;r Methoden vom Staat angewendet werden, um aus uns gl&amp;#228;serne B&amp;#252;rger zu machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch nun zum eigentlichen Trojaner: So wie ich die Sache verstehe, tarnen sich die Komponenten des Trojaners als Windows-Systemdateien. Der Trojaner aktiviert sich dann &amp;#252;ber die Registry und kommuniziert mit einem Server, der in den USA steht. So viel &amp;#252;brigens zum Thema Datenschutz: W&amp;#228;hrend Unternehmen keine Kundendaten auf ausl&amp;#228;ndischen Servern (z.B. in der Cloud) ablegen d&amp;#252;rfen, darf sich die Kripo einfach so mal einen Server in den USA mieten und dort hinterh&amp;#228;ltig ausspionierte Privatdaten horten. Der Trojaner kann unter anderem Screenshots &amp;#252;bermitteln und vermutlich auch Skype-Gespr&amp;#228;che anzapfen. Ein Keylogger soll auch enthalten sein, wobei nicht ganz klar zu sein scheint, inwiefern dieser funktionsf&amp;#228;hig ist. Ferner besitzt der Trojaner einen Mechanismus, mit dem er neue Module auf den Rechner des Opfers nachladen und ausf&amp;#252;hren kann. Somit k&amp;#246;nnen sp&amp;#228;tere Erg&amp;#228;nzungen oder fallspezifische Programmteile auf einen infizierten Rechner nachgeladen werden, falls die Grundfunktionalit&amp;#228;ten f&amp;#252;r die Spionage nicht ausreichen sollten. Raffiniert... Details dazu siehe PDF-Bericht des CCC.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie kann man sich nun vor dieser Trojaner sch&amp;#252;tzen? Ich weiss, das Ganze klingt im Moment recht bedrohlich, aber man sollte jetzt nicht den Verstand verlieren. Nach den Berichten des CCC ist der Trojaner eher eine kompakte und &amp;#252;bersichtliche Quick-and-Dirty-L&amp;#246;sung als ein unaufhaltsamer Virus. Basierend auf dem Bericht und meinem eigenen IT-Wissen nenne ich hier mal einige M&amp;#246;glichkeiten, wie man sich vor der aktuellen (!) Version des Bundestrojaners sch&amp;#252;tzen kann:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Der Trojaner ist f&amp;#252;r Windows-Systeme geschrieben. &amp;#220;ber Linux- oder Mac-Versionen (ist ja eigentlich auch Unix) liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Mit Linux ist man somit wie immer vorerst auf der sicheren Seite.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der CCC hat herausgefunden, dass die IP-Adresse des Kommunikationsservers f&amp;#252;r den Trojaner &lt;code&gt;207.158.22.134&lt;/code&gt; ist. Eine schnelle und effektive L&amp;#246;sung w&amp;#228;re es, die Kommunikation zu diesem Port mit Hilfe einer Firewall zu unterbinden. Hierf&amp;#252;r reicht eine einfache Regel: Alle Pakete auf allen Ports und auf allen Protokollen zu dieser IP-Adresse sollen gedroppt werden, ausnahmslos. Da laut dem CCC-Bericht die IP-Adresse fest in den Trojaner einprogrammiert ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die aktuelle Version des Bundestrojaners einen Umweg oder Alternativserver findet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Kommunikation l&amp;#228;uft &amp;#252;ber den Port 443 ab. Diesen zu sperren ist nat&amp;#252;rlich problematisch. Als zus&amp;#228;tzliche Sicherheitsma&amp;#223;nahme kann man jedoch ein Intrusion Detection System anwenden, welches die Pakete genauer scannt. Da der Trojaner kein gew&amp;#246;hnliches HTTPS, sondern ein eigenes Protokoll verwendet, kann ein IDS die verd&amp;#228;chtigen Pakete m&amp;#246;glicherweise erkennen und filtern. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen, und somit ist die Ma&amp;#223;nahme eher als zus&amp;#228;tzliche Absicherung zum IP-Blacklisting zu sehen (falls man sich z.B. eine bisher unbekannte Version einf&amp;#228;ngt, die pl&amp;#246;tzlich mit einem anderen Server reden will). Wer aber etwas mehr auf Nummer sicher gehen will, kann nat&amp;#252;rlich den Datenverkehr f&amp;#252;r Port 443 sperren und sich eine Whitelist seiner h&amp;#228;ufig besuchten HTTPS-Seiten schreiben. In diesem Fall ist das IDS dann wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Trojaner besteht nach den aktuellen Erkenntnissen aus zwei Dateien: &lt;code&gt;c:\windows\system32\mfc42ul.dll&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;winsys32.sys&lt;/code&gt;. Ich kann jetzt nicht sagen, ob hier eventuell Systemdateien ersetzt oder lediglich neue hinzugef&amp;#252;gt werden - laut dem CCC-Bericht ist es eher zweiteres. Auf meinem Windows-7-System habe ich die Dateien nicht gefunden, allerdings einige mit &amp;#228;hnlichen Namen wie &lt;code&gt;mfc42ul.dll&lt;/code&gt;. Vergewissert euch daher, dass die Datei wirklich nicht dorthin geh&amp;#246;rt, bevor ihr aus Panik versehentlich echte Systemdateien l&amp;#246;scht und euer Betriebssystem killt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Trojaner authentifiziert sich mit dem String &lt;code&gt;C3PO-r2d2-POE&lt;/code&gt; mit dem Server. Falls ihr den String also irgendwo in euren Packets findet und nicht irgendwas harmlosem zuordnen (Email mit dem String im Text, Chat, etc) k&amp;#246;nnt, ist das prinzipiell schon mal sehr verd&amp;#228;chtig. Wieso hier ausgerechnet die Namen der Droiden aus Star Wars (Poe ist - soweit ich weiss - ein dritter, weniger bekannte Droide) verwendet werden, ist an dieser Stelle offenbar auch dem CCC vollkommen unklar. Hat da wohl jemand zu viel Star Wars geschaut? &lt;img src=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif&quot; alt=&quot;&amp;#58;&amp;#68;&quot; class=&quot;middle&quot; /&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Nat&amp;#252;rlich m&amp;#246;chte ich nochmal betonen, dass diese Ma&amp;#223;nahmen nur f&amp;#252;r die aktuelle Version des Bundestrojaners wirksam sind. Leider k&amp;#246;nnen wir nie sicher sagen, ob nicht andere, bisher unentdeckte Bundestrojaner in Entwicklung oder sogar bereits unterwegs sind. Am Besten kann man sich also sch&amp;#252;tzen, wenn man immer auf der Hut ist: Man sollte sich im Klaren sein, was auf dem eigenen Rechner l&amp;#228;uft, welche Daten es &amp;#252;bertr&amp;#228;gt und wohin. Firewalls, Intrusion Detection Systeme und alle Arten von Verschl&amp;#252;sselung k&amp;#246;nnen - gerade in Kombination - durchaus wirksam gegen Spionage und &amp;#220;berwachung sein. Jetzt werden viele sagen, dass man doch eigentlich alles umgehen kann und nichts 100%ig sicher ist. Nat&amp;#252;rlich ist es das nicht. Nichtsdestotrotz erh&amp;#246;hen solche Sicherheitsma&amp;#223;nahmen den Aufwand, den ein Angreifer investieren muss. Und wenn man nicht wirklich irgendwas massives ausgefressen hat, werden die Staatsorgane wohl kaum wegen unbedeutenden Kleinigkeiten, unbegr&amp;#252;ndeten Verdachtsf&amp;#228;llen oder einfach nur aus Pr&amp;#228;vention einen High-Performance-Cluster mieten, um irgendein Kennwort zu bruteforcen. Wenn man seine Daten hingegen auf einem Silbertablett pr&amp;#228;sentiert, dann wird man da mit Sicherheit einen Blick draufwerfen. Es ist also schon viel damit geholfen, wenn man dem Angreifer m&amp;#246;glichst viele Steine in den Weg legt, auch wenn die Absicherung vielleicht in der Theorie nicht perfekt ist. Jede Sicherheitsma&amp;#223;nahme ist besser als nichts.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun, um die Diskussion mal abzuschlie&amp;#223;en: Ich bin wirklich froh, dass es noch engagierte Menschen gibt, die das Tun und Machen des Staates, seiner &amp;#196;mter und Beh&amp;#246;rden kritisch unter die Lupe nehmen. Gleichzeitig ist es erschreckend, was f&amp;#252;r fragw&amp;#252;rdige Dinge dabei aufgedeckt werden. Ohne diese Menschen g&amp;#228;be es heute wohl kein Telekommunikationsgeheimnis mehr, da der Rest unserer ach-so-engagierten Gesellschaft sich lieber wegen 10 Euro Hartz-IV den Mund fusselig redet oder wegen irgendeinem banalen Bahnhofsbau eine ganze Stadt auf den Kopf stellt, anstatt sich den wirklichen Bedrohungen f&amp;#252;r unsere B&amp;#252;rgerrechte zuzuwenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So long&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;- Oleg&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/10/15/der-ccc-report-zum-bundestrojaner&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner">http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner</a></p><p><img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_neutral.gif" alt="&#58;&#124;" class="middle" /> === EILMELDUNG === <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_neutral.gif" alt="&#58;&#124;" class="middle" /></p>

<p>Ich habe es schon immer gewusst: Die Quellen-TK&#220; (Telekommunikations&#252;berwachung), auch bekannt als "Bundestrojaner" oder "Staatstrojaner", existiert tats&#228;chlich und wurde inzwischen auch mehrfach von der Kriminalpolizei erfolgreich zum Einsatz gebracht, unter anderem in Bayern. Erstellt wurde das Holzpferdchen von der eigentlich unscheinbaren Firma <a href="http://www.digitask.de" target="_blank">DigiTask GmbH</a>.</p>

<p>Nun hat der Chaos Computer Club es geschafft, die Schadsoftware zu reverse-engineeren, d.h. die Binaries des Programms zu Assembler-Code zur&#252;ckzuverarbeiten. Wow. Respekt, respekt... Hier der Artikel des CCC - unten auf der Seite ist der eigenliche Report als PDF-Datei zu finden, in aller Ausf&#252;hrlichkeit: <a href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner" target="_blank">CCC &#252;ber den Staatstrojaner</a></p>

<p>Weiterhin existiert eine sehr interessant gemachte "Regierungsseite" zum Bundestrojaner: <a href="http://www.bundestrojaner.net" target="_blank">Bundestrojaner.net</a> . Von wem die Seite erstellt wurde, verrate ich mal nicht (nein, nicht von mir <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_rolleyes.gif" alt="&#58;&#114;&#111;&#108;&#108;&#58;" class="middle" /> ). Wer sich aber traut, den Trojaner dort herunterzuladen und auszuf&#252;hren, wird mit der Erkenntnis belohnt <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_razz.gif" alt="&#58;&#112;" class="middle" /> Konnte man sich doch denken, nicht wahr?</p>

<p>Aber jetzt mal Spa&#223; beiseite... In solchen Momenten bin einfach nur unglaublich dankbar, dass es den CCC gibt und dass dort Spitzenexperten am Werk sind, die ihr tiefgr&#252;ndiges Wissen f&#252;r gute Zwecke einsetzen - n&#228;mlich f&#252;r B&#252;rgerrechte, pers&#246;nliche Freiheit und einen offenen Staatsapparat, wie er es in jeder richtigen Demokratie sein sollte. Leute, ihr seid einfach Spitze. Gleichzeitig l&#228;uft es mir eiskalt den R&#252;cken runter: Was w&#228;re, wenn es dem CCC nicht gelungen w&#228;re, den Trojaner zu analysieren und die ganze Angelegenheit in den Mittelpunkt des Mediengeschehens zu r&#252;cken? Was w&#228;re, wenn der CCC erst gar nicht in den Besitz des Trojaners gekommen w&#228;re? Wir sehen mal wieder, an was f&#252;r einem seidenen Faden unsere Freiheit h&#228;ngt und was in einem Land, das sich demokratisch schimpft, alles hinter dem R&#252;cken des B&#252;rgers ablaufen kann. Ich will gar nicht wissen, was noch alles f&#252;r Methoden vom Staat angewendet werden, um aus uns gl&#228;serne B&#252;rger zu machen.</p>

<p>Doch nun zum eigentlichen Trojaner: So wie ich die Sache verstehe, tarnen sich die Komponenten des Trojaners als Windows-Systemdateien. Der Trojaner aktiviert sich dann &#252;ber die Registry und kommuniziert mit einem Server, der in den USA steht. So viel &#252;brigens zum Thema Datenschutz: W&#228;hrend Unternehmen keine Kundendaten auf ausl&#228;ndischen Servern (z.B. in der Cloud) ablegen d&#252;rfen, darf sich die Kripo einfach so mal einen Server in den USA mieten und dort hinterh&#228;ltig ausspionierte Privatdaten horten. Der Trojaner kann unter anderem Screenshots &#252;bermitteln und vermutlich auch Skype-Gespr&#228;che anzapfen. Ein Keylogger soll auch enthalten sein, wobei nicht ganz klar zu sein scheint, inwiefern dieser funktionsf&#228;hig ist. Ferner besitzt der Trojaner einen Mechanismus, mit dem er neue Module auf den Rechner des Opfers nachladen und ausf&#252;hren kann. Somit k&#246;nnen sp&#228;tere Erg&#228;nzungen oder fallspezifische Programmteile auf einen infizierten Rechner nachgeladen werden, falls die Grundfunktionalit&#228;ten f&#252;r die Spionage nicht ausreichen sollten. Raffiniert... Details dazu siehe PDF-Bericht des CCC.</p>

<p>Wie kann man sich nun vor dieser Trojaner sch&#252;tzen? Ich weiss, das Ganze klingt im Moment recht bedrohlich, aber man sollte jetzt nicht den Verstand verlieren. Nach den Berichten des CCC ist der Trojaner eher eine kompakte und &#252;bersichtliche Quick-and-Dirty-L&#246;sung als ein unaufhaltsamer Virus. Basierend auf dem Bericht und meinem eigenen IT-Wissen nenne ich hier mal einige M&#246;glichkeiten, wie man sich vor der aktuellen (!) Version des Bundestrojaners sch&#252;tzen kann:</p>

<ol>
<li>Der Trojaner ist f&#252;r Windows-Systeme geschrieben. &#220;ber Linux- oder Mac-Versionen (ist ja eigentlich auch Unix) liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Mit Linux ist man somit wie immer vorerst auf der sicheren Seite.</li>
<li>Der CCC hat herausgefunden, dass die IP-Adresse des Kommunikationsservers f&#252;r den Trojaner <code>207.158.22.134</code> ist. Eine schnelle und effektive L&#246;sung w&#228;re es, die Kommunikation zu diesem Port mit Hilfe einer Firewall zu unterbinden. Hierf&#252;r reicht eine einfache Regel: Alle Pakete auf allen Ports und auf allen Protokollen zu dieser IP-Adresse sollen gedroppt werden, ausnahmslos. Da laut dem CCC-Bericht die IP-Adresse fest in den Trojaner einprogrammiert ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die aktuelle Version des Bundestrojaners einen Umweg oder Alternativserver findet.</li>
<li>Die Kommunikation l&#228;uft &#252;ber den Port 443 ab. Diesen zu sperren ist nat&#252;rlich problematisch. Als zus&#228;tzliche Sicherheitsma&#223;nahme kann man jedoch ein Intrusion Detection System anwenden, welches die Pakete genauer scannt. Da der Trojaner kein gew&#246;hnliches HTTPS, sondern ein eigenes Protokoll verwendet, kann ein IDS die verd&#228;chtigen Pakete m&#246;glicherweise erkennen und filtern. Darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen, und somit ist die Ma&#223;nahme eher als zus&#228;tzliche Absicherung zum IP-Blacklisting zu sehen (falls man sich z.B. eine bisher unbekannte Version einf&#228;ngt, die pl&#246;tzlich mit einem anderen Server reden will). Wer aber etwas mehr auf Nummer sicher gehen will, kann nat&#252;rlich den Datenverkehr f&#252;r Port 443 sperren und sich eine Whitelist seiner h&#228;ufig besuchten HTTPS-Seiten schreiben. In diesem Fall ist das IDS dann wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig.</li>
<li>Der Trojaner besteht nach den aktuellen Erkenntnissen aus zwei Dateien: <code>c:\windows\system32\mfc42ul.dll</code> und <code>winsys32.sys</code>. Ich kann jetzt nicht sagen, ob hier eventuell Systemdateien ersetzt oder lediglich neue hinzugef&#252;gt werden - laut dem CCC-Bericht ist es eher zweiteres. Auf meinem Windows-7-System habe ich die Dateien nicht gefunden, allerdings einige mit &#228;hnlichen Namen wie <code>mfc42ul.dll</code>. Vergewissert euch daher, dass die Datei wirklich nicht dorthin geh&#246;rt, bevor ihr aus Panik versehentlich echte Systemdateien l&#246;scht und euer Betriebssystem killt.</li>
<li>Der Trojaner authentifiziert sich mit dem String <code>C3PO-r2d2-POE</code> mit dem Server. Falls ihr den String also irgendwo in euren Packets findet und nicht irgendwas harmlosem zuordnen (Email mit dem String im Text, Chat, etc) k&#246;nnt, ist das prinzipiell schon mal sehr verd&#228;chtig. Wieso hier ausgerechnet die Namen der Droiden aus Star Wars (Poe ist - soweit ich weiss - ein dritter, weniger bekannte Droide) verwendet werden, ist an dieser Stelle offenbar auch dem CCC vollkommen unklar. Hat da wohl jemand zu viel Star Wars geschaut? <img src="http://www.daedalus-network.de/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif" alt="&#58;&#68;" class="middle" /></li>
</ol>

<p>Nat&#252;rlich m&#246;chte ich nochmal betonen, dass diese Ma&#223;nahmen nur f&#252;r die aktuelle Version des Bundestrojaners wirksam sind. Leider k&#246;nnen wir nie sicher sagen, ob nicht andere, bisher unentdeckte Bundestrojaner in Entwicklung oder sogar bereits unterwegs sind. Am Besten kann man sich also sch&#252;tzen, wenn man immer auf der Hut ist: Man sollte sich im Klaren sein, was auf dem eigenen Rechner l&#228;uft, welche Daten es &#252;bertr&#228;gt und wohin. Firewalls, Intrusion Detection Systeme und alle Arten von Verschl&#252;sselung k&#246;nnen - gerade in Kombination - durchaus wirksam gegen Spionage und &#220;berwachung sein. Jetzt werden viele sagen, dass man doch eigentlich alles umgehen kann und nichts 100%ig sicher ist. Nat&#252;rlich ist es das nicht. Nichtsdestotrotz erh&#246;hen solche Sicherheitsma&#223;nahmen den Aufwand, den ein Angreifer investieren muss. Und wenn man nicht wirklich irgendwas massives ausgefressen hat, werden die Staatsorgane wohl kaum wegen unbedeutenden Kleinigkeiten, unbegr&#252;ndeten Verdachtsf&#228;llen oder einfach nur aus Pr&#228;vention einen High-Performance-Cluster mieten, um irgendein Kennwort zu bruteforcen. Wenn man seine Daten hingegen auf einem Silbertablett pr&#228;sentiert, dann wird man da mit Sicherheit einen Blick draufwerfen. Es ist also schon viel damit geholfen, wenn man dem Angreifer m&#246;glichst viele Steine in den Weg legt, auch wenn die Absicherung vielleicht in der Theorie nicht perfekt ist. Jede Sicherheitsma&#223;nahme ist besser als nichts.</p>

<p>Nun, um die Diskussion mal abzuschlie&#223;en: Ich bin wirklich froh, dass es noch engagierte Menschen gibt, die das Tun und Machen des Staates, seiner &#196;mter und Beh&#246;rden kritisch unter die Lupe nehmen. Gleichzeitig ist es erschreckend, was f&#252;r fragw&#252;rdige Dinge dabei aufgedeckt werden. Ohne diese Menschen g&#228;be es heute wohl kein Telekommunikationsgeheimnis mehr, da der Rest unserer ach-so-engagierten Gesellschaft sich lieber wegen 10 Euro Hartz-IV den Mund fusselig redet oder wegen irgendeinem banalen Bahnhofsbau eine ganze Stadt auf den Kopf stellt, anstatt sich den wirklichen Bedrohungen f&#252;r unsere B&#252;rgerrechte zuzuwenden.</p>

<p>So long</p>

<p>- Oleg</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://www.daedalus-network.de/blog/blog1.php/2011/10/15/der-ccc-report-zum-bundestrojaner">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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